Leer - Im Brustkrebsmonat Oktober zeigte die Leeraner Evenburg Flagge. Am Donnerstagabend, 7. Oktober, erstrahlte das Wasserschloss in Pink – dem weltweiten Symbol für die Aktivität gegen Brustkrebs. Unter dem Motto „Evenburg Castle trägt Pink“ sollte passend zum „Pinktober“ ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Erkrankten gesetzt werden.
Brustkrebs häufigste Krebsart bei Frauen
„Gleichzeitig wollen wir Frauen ermutigen, die Angebote der Früherkennung zu nutzen. Brustkrebs ist noch immer die häufigste Krebsart bei Frauen“, sagte Birgitt Kampen-Neumann vom Mammographie-Screening-Programm Niedersachsen-Nordwest. Sie hatte die Beleuchtungsaktion in Zusammenarbeit mit dem Team der Evenburg organisiert. Entstanden war die Idee gemeinsam mit Landrat Matthias Groote bei einem Termin am Borromäus-Hospital in Leer. „Ich bin sehr glücklich, dass er uns das Schloss zur Verfügung stellt“, so Birgitt Kampen-Neumann.
Beleuchtungsaktion soll Mut machen
Der Landrat sagte in seiner Rede, dass bei einer Brustkrebsdiagnose der Himmel über einem zusammenbreche. Mit der Beleuchtungsaktion wolle man den Betroffenen und ihren Familien Hoffnung geben. „Das Leben kann weitergehen“, sagte er.
Weitere stationäre Vorsorge-Einrichtung für Leer
Dr. Gerold Hecht vom Mammographie-Screening-Programm Niedersachsen-Nordwest gab einen Überblick über 20 Jahre mobile Brustkrebsvorsorge in der Region. Dabei hatte er positive Nachrichten zu verkünden. Hecht rechnet damit, dass die Brustkrebsvorsorge künftig auch für Frauen älter als 69 Jahre zur Regel wird. Und er kündigte die Eröffnung einer weiteren stationären Vorsorge-Einrichtung in Leer an. Am Steinburgsgang werde in den ehemaligen Räumen der Sparkasse eine Praxis eröffnet.
Sportmoderatorin Okka Gundel zu Gast
Als eine prominente Betroffene war Sportmoderatorin Okka Gundel zu Gast. Im vergangenen Jahr hatte die gebürtige Ostfriesin ihre Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht. In Leer berichtete sie von den für sie und ihre Familie schwierigen Monaten. Nach der Diagnose hatte die dreifache Mutter eine Chemotherapie absolviert und blickt jetzt optimistisch in die Zukunft. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Duo „Chillitime“.
