Aurich - Große Freude bei den Bundesliga-Schützen SV „Waldeslust“ Schirumer-Leegmoor: Am kommenden Wochenende wird nach einer langen Zeit wieder der erste Heimwettkampf in der IGS-Halle in Aurich anstehen. Durch die Corona-Pandemie - die Saison 2020/2021 fiel komplett aus - war auch diese Saison lange ungewiss. Nun haben die Luftpistolen-Schützen bereits zwei Auswärtsauftritte gehabt.

Am Wochenende geht es in der IGS-Halle gegen die Sportschützen Raesfeld (Samstag 18 Uhr) und SV Bassum von 1848 (Sonntag 13 Uhr sein). In beiden Wettkämpfen ist es möglich, Punkte zu erzielen, ist sich Andreas Slink, Sportschütze und Sprecher des Leegmoorer Teams, sicher. Aber: „Ich würde jeweils die Gegnermannschaft leicht favorisiert sehen.“

Die Leegmoorer Schützen hoffen, dass die IGS-Halle - in Anlehnung an die Handballer auch „Hölle Nord“ genannt- hoffentlich wie in den Vorjahren gut besucht sein wird. In der Halle gilt die 3G-Regel, so dass niemand ausgeschlossen ist. In den vergangenen Jahren hatten die Schützen rund 200 bis 250 Zuschauer in Der IGS-Halle, die lautstark mit Klatschpappen, Trommeln, Ratschen und Jubel die Heimmannschaft anfeuerten.

Die Leegmoorer schauen aber nicht nur auf ihren Wettkampf. „Ganz spannend wird am Sonntag um 11.30 Uhr der Wettkampf SV GK Hannover gegen SV 1935 Kriftel. Hier erwarten wir einen hochkarätigen Wettkampf, da beide Mannschaften Kandidaten für den Titel sind“, sagte Slink. Und: „Für Kriftel wird mit Sicherheit der Olympiasieger aus Rio, Christian Reitz, an den Start gehen. Das wird Spannung pur sein.“

Wettkampf I: Frohen Mutes sind die Ostfriesen in ihrem eigenen Heimwettkampf schon alleine deshalb, weil der erste Auswärtsauftritt erfolgreich war. Zwar gab es gegen Hegelsberg-Vellmar, einem der zwei Aufsteiger in die Bundesliga Nord, recht enge Begegnungen – mit Ausnahme der Partie an Position zwei, in der Marcel Stürken gegen die Nationalschützin Svenja Berge das Nachsehen hatte – aus denen allerdings die Auricher am Ende mit 3:2 herauskamen: Premiere für den SV „Waldeslust“ Schirumer Leegmoor, ein Sieg im ersten Wettkampf gab es noch nie.

Wettkampf II: Die Euphorie des Vortages wollten die Ostfriesen auch im zweiten Wettkampf aufrechterhalten und möglichst viel Zählbares aus der Partie gegen den SV Uetze mit nach Hause nehmen. Was sich jedoch in den nächsten knapp 60 Minuten entwickeln sollte, lässt sich eigentlich in zwei einfachen Worten zusammenfassen: „Drama pur!“

Von Beginn an entwickelte sich eine für Zuschauer und Betreuer wirklich herausfordernde Begegnung. Alle fünf Paarungen lagen von Anfang bis zum Ende eng beieinander, was sich auch in dem Gesamtergebnis beider Mannschaften zeigte. 1821 Ringe gegen 1821 Ringe. Unentschieden gibt es jedoch nicht in der Bundesliga.

Nach einer 2:0-Führung brauchten die Ostfriesen nur noch einen Punkt. An Position eins lag Maik Ritter eigentlich 90 Prozent des Wettkampfes aussichtslos zurück. Durch eine plötzlich auftretende Unsicherheit bei seiner Gegnerin, der schwedischen Nationalschützin Vendela Sörensson, sprang die Führung im 31. Schuss auf einmal zu ihm herüber. Ritter musste sich dann aber doch mit drei Ringen geschlagen geben.

Eike Frerichs und sein Gegner Christian Kenklies schenkten sich nichts in ihrem Duell. Frerichs brauchte nur noch eine „8“, doch beim Absetzen (der Schuss sollte neu aufgebaut werden) löste sich der 40. Schuss ungewollt und landete in der „2“ - Punkt für den Gegner. An Position zwei gab es ein Stechen um den Sieg: Doch Marcel Stürken und damit die Leegmoorer Schützen musste am Ende dem Gegner gratulieren.

Dirk de Vries
Dirk de Vries Emder Zeitung