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Ausgelassene Stimmung beim LTBTR-Open Air in Manslagt Hunderte Rocker feiern das Ende der Zwangspause

Die Stimmung schlägt hoch bei Breaking Samsara. Die Band leitete die Feiernacht ein.

Die Stimmung schlägt hoch bei Breaking Samsara. Die Band leitete die Feiernacht ein.

Manslagt - „Endlich ein Lichtblick am Ende des Tunnels!“, ruft Jan Reinert von der Bühne und erntet johlenden Beifall von der Menge. Was der Gitarrist und Sänger von Breaking Samsara meinte, war klar: Mit dem 13. LTBTR-Festival hat der Verein Let the bad Times roll am Samstag in Manslagt die lange Corona-Zwangspause auch für Rockmusiker und Freunde ganz unterschiedlicher Rockmusik durchbrochen. Ein volles Festivalgelände am Rande des Krummhörner Dorfes war der Lohn der Mühen.

Bis zu 1000 Menschen waren zugelassen

Einen Tag lang tobten sich dort die Rockfans aus – unter einem nicht immer sonnenklaren, aber trockenem Himmel und beschützt von Corona-Auflagen, die penibel eingehalten wurden. Bis zu 1000 Menschen waren auf dem Gelände erlaubt. Ob das Festival ausverkauft war, war von den Veranstaltern am Sonntag nicht mehr zu erfahren.

Noch bevor die Sonne zu den Klängen von Breaking Samsara als einer der zehn Bands unterging, herrschte ausgelassene Stimmung vor der Bühne, dürfte es die ersten blauen Flecke vom fröhlichen Pogen gegeben haben. An den Speise- und Getränkeständen herrscht reger Andrang und im Umgang ein friedlicher Ton.

Allgemeine Freude: Das ist das treffendste Wort für die Atmosphäre, in der die Gemeinde der Rock- und Metalfans sich in Manslagt traf. „Es ist saugeil! Wir sind froh, dass wir hier sind“, freute sich auch Manuela Rosendahl am Stand von Radio Gehacktes, wo der Verein Kuhzifer sich über rege Kundschaft freute. Auch dieser karitative Verein von Rockmusikfreunden, der normalerweise in Emden das Kuhzifest veranstaltet, hatte Zwangspause. Das LTBTR-Festival bot für die Aktiven die erste Gelegenheit wieder, sich bei einem Event zu zeigen und Shirts zu verkaufen. Große Freude auch bei Roland und Martina Lorenz. Die beiden Metalfreunde aus Emden hatten Spaß, obwohl sie nicht mittanzen konnten: „Es ist toll hier“, jubelt er. Wegen Multiple Sklerose sitzen sie im Rollstuhl, was sie nicht am Feiern hinderte – und daran, sich für andere einzusetzen, lässt sich auf der Website von Kuhzifer nachlesen (www.kuhzifer.de).

Ein erster Höhepunkt des Festivals dürfte der Moment gewesen sein, als zum Sound der Emder Gruppe Breaking Samsara das Bühnenlicht langsam Tageslicht verdrängte, und die Feiernden in bunte Farben tauchte: Auftakt zur Nachtfeier mit den Top-Bands bis Mitternacht.

Axel Pries
Axel Pries Ostfriesland-Redaktion/Leer
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