NORDDEICH - Am Himmelfahrtsvormittag, 10. Mai, ist im Norddeicher Osthafen ein Autofahrer mit Vollgas, so die Polizei, ins Hafenbecken gefahren. Augenzeugen hatten den Vorfall kurz nach 10 Uhr beobachtet und die Rettungskette in Gang gesetzt, berichtet Thomas Weege, stellvertretender Norder Stadtbrandmeister.
Besatzungsmitglieder einer Fähre ließen demnach ihr Rettungsboot zu Wasser und eilten dem Fahrer zu Hilfe. Bei Ankunft der Freiwilligen Feuerwehr Norden war der Wagen bereits vollständig versunken.
Eine als Rettungsschwimmerin ausgebildete Feuerwehrfrau versuchte den Wagen noch zu ertasten, was wegen des hohen Wasserstandes jedoch nicht gelang. Taucher der DLRG Norden und Aurich suchten im trüben und rund 5 Meter tiefen Wasser nach der A-Klasse. Parallel suchten Feuerwehrleute mit drei Booten und Suchstangen. Das Rettungsboot 'Wilma Sikorski' der DGzRS-Station Norden zog einen Suchanker durch das Hafenbecken, welcher sich dann an dem versunkenen Wagen verhakte. Wegen der Strömung war der Wagen einige Meter abgetrieben. Taucher befestigten Ketten und Schlaufen an dem Wagen, woran die Feuerwehr ihn mit dem Kran des Rüstwagens aus dem Wasser hob. In dem Wagen fanden die Einsatzkräfte einen leblosen Mann. Die Notärztin konnte nur noch seinen Tod feststellen. Der zwischenzeitlich gelandete Rettungshubschrauber 'Christoph 26' flog unverrichteter Dinge wieder ab.
Um die Einsatzstelle vor den Blicken von zahlreich anwesenden Schaulustigen abzuriegeln, stellte die Feuerwehr zwei Reisebusse sowie ihre Einsatzfahrzeuge im Halbkreis vor der Kaikante auf. Ebenfalls vor Ort waren Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Aurich, des Hafenbetreibers NPorts sowie die Polizei Norden als auch die Wasserschutzpolizei Emden. Nach fast drei Stunden war der Einsatz beendet. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch unklar. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.
