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NWZonline.de Region Ostfriesland

Norder Feuerwehr und Verwaltung informieren: Ein Fehlalarm kostet Hausbesitzer über 300 Euro

13.08.2021

Norden In den Einsatzberichten der Freiwilligen Feuerwehr Norden taucht der Begriff „Fehlalarm“ immer wieder auf – manchmal sind es technische Defekte, oft aber auch Unachtsamkeit von Menschen, die zu einer unnötigen Alarmierung führen. Was passiert aber eigentlich, wenn die Kameraden umsonst ausrücken müssen? Und ist das ein grundsätzliches Problem?

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Wie Thomas Weege, Sprecher der Norder Feuerwehr, ausführt, ist der grundsätzliche Trend aktuell rückläufig. „Wir haben viele Fehlalarme“, sagt er, „aber insgesamt weniger als vor zehn Jahren.“ Im Jahresverlauf sei vor allem der Sommer eine Zeit, wo das nach wie vor häufig geschehe. „Eigentlich jedes Jahr gibt es am ersten Tag der Sommerferien einen Fehlalarm“, so Weege – weil dann in Norder Schulen oft handwerkliche Arbeiten beginnen.

Ein Fehlalarm kostet inzwischen 323,19 Euro

Thomas Weege, Pressesprecher der Feuerwehr Norden

„Es ist meistens mangelnde Absprache, die dazu führt, dass Rauchmelder nicht abgeschaltet werden“, weiß der Feuerwehrsprecher. Gerade bei großen Gebäuden mit vielen Meldern gebe es immer eine Brandmeldezentrale, wo jedes Gerät einzeln an- oder abgeschaltet werden könne – was dann gerne vergessen wird. „Aber der Landkreis tritt den Leuten da auch auf die Füße“, so Weege, denn ein Fehlalarm bindet nicht nur Ressourcen, sondern kostet die Betroffenen am Ende auch Geld: „Es muss dann eine Gebühr gezahlt werden.“ Wie Sarah Dietrich vom Fachdienst Bürgerdienste und Sicherheit in Norden erklärt, müssen Hausbesitzer im Falle eines Fehlalarms genau 323,19 Euro löhnen: „Das ist eine Pauschalgebühr, die wir erheben, um Fahrzeug- und Personalkosten zu decken.“

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Die Lohnfortzahlung für Arbeitgeber wird mit dieser Summe ebenfalls gedeckt, denn die Norder Wehr ist keine Berufsfeuerwehr. Für deren Mitglieder wird aus dieser Gebühr seitens der Stadt außerdem auch ein Entschädigungsaufwand ausgeschüttet. „Das ist anteilig nicht viel, und es ist keine Pflicht für uns, aber wir machen das gerne“, so Dietrich, „denn wir sind froh, dass wir unsere Feuerwehr haben.“ Die Stadt habe sich zu dieser Pauschale entschieden, weil jeden Einsatz separat abzurechnen personell nicht machbar ist. „Es fahren nicht immer dieselbe Zahl von Fahrzeugen und Personen raus, aber das detailliert nachzurechnen dauert zu lange. Und weil Fehlalarme leider doch recht häufig passieren, nehmen wir diesen Pauschalbetrag“, erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin.

Menschen für das Thema sensibilisieren

Dieser wird allerdings auch nur fällig, wenn ein Feuerwehreinsatz wirklich unnötigerweise angefordert wird – sobald es irgendwo kokelt, und sei es in der Elektrik der Brandmeldeanlage selbst, habe diese ihre Funktion ja sinngemäß erfüllt, wie Thomas Weege erklärt.

Er ist überzeugt, dass durch die Gebühren mehr Achtsamkeit bei Hausbesitzern entsteht, vor allem wenn diese handwerkliche Arbeiten durchführen lassen: „Die Leute werden sensibler für das Thema, das bemerken wir schon.“ Auch der technische Fortschritt bei Brandmeldeanlagen helfe dabei, Fehlalarme zu minimieren. Noch aber muss die Norder Feuerwehr immer wieder ausrücken, ohne dass es wirklich brennt.

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Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
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