• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Ostfriesland

Aufruf zur Demonstration in Norden: „Klimaschutz ist immer auch Kinderschutz“

24.09.2021

Norden Einen Tag, bevor Norden in einer Stichwahl einen neuen Bürgermeister wählt, will die Klimagruppe der Stadt auf die Straße gehen: Mit der „Demo für das Klima“ soll auf die Ungerechtigkeit des menschengemachten Klimawandels für zukünftige Generationen hingewiesen werden, erklären die Organisatoren. „Der Klimawandel ist zutiefst ungerecht. Obwohl Kinder für den Anstieg der globalen Temperaturen nicht verantwortlich sind, werden sie den höchsten Preis dafür zahlen“, zitiert die Gruppe in einer Ankündigung zu ehemalige Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. Anstoß dafür war aber auch ein spezielles Problem innerhalb der Stadt Norden.

Kaum Reaktion auf Kritik der Schulwegsicherheit

„Unser Schreiben zur Schulwegsicherheit gab einen Anlass“, erklärt Mitglied Andreas Hartig, der als Mitglied der Grünen künftig auch im neuen Stadtrat präsent sein wird. Im Sommer hatte die Klimagruppe einen offenen Brief an die Verwaltung und Politik geschickt, in dem die Radwegsicherheit für Schüler in Norden heftig kritisiert wurde – zu enge oder fehlende Radwege, die zudem oft durch Mülltonnen oder parkende Autos belegt seien, fehlende Überwegungen und rücksichtsloses Verhalten von Autofahrern prangerte die Klimagruppe an. Passiert sei seitdem fast nichts, lediglich zwei Geschwindigkeitstafeln sollen demnächst installiert werden. Weil die Stadt mit einer Verbesserung der Fahrradsituation nicht nur Gefahren für Kinder ausräumen, sondern auch etwas für den Klimaschutz tun würde, sieht die Gruppe beide Themen eng verwoben. Hartig: „Klimaschutz ist immer auch Kinderschutz, selbst wenn man es nicht extra betont.“

Klimaschutz das wichtigste Thema der jetzigen Zeit

Auch wenn es in Norden noch viel zu tun gebe, sind die Aktiven zufrieden mit ihrer bisherigen Arbeit. „Seit 2019 haben wir vier Demonstrationen auf die Beine gestellt“, weiß Mitglied Anke Reinhart, „trotz Corona.“ Sie wünscht sich, dass am Samstag noch mehr Menschen kommen als im März, wo über 100 Teilnehmer trotz Pandemiebedingungen einem Marsch durch die Innenstadt folgten. Aussagen, dass es aktuell andere, dringendere Probleme gebe, sieht die Klimagruppe als unzutreffend. „Wir, als die Älteren, die den Konsum gelebt haben, sind verpflichtet, etwas zu verändern“, betont Martha Wenninga-Herlyn. „Wir müssen genau aufpassen – weltweit, aber auch vor unserer Haustür.“ Auch Anke Reinhart findet, dass das Klima aktuell vor allem anderen steht. „Wir wählen auch keine Parteien, sondern Klimapolitik, das ist das Wichtigste überhaupt“, sagt sie mit Blick auf den Wahlsonntag.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Ostfriesland-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Auch positive Impulse in Norden

Auch wenn die Klimagruppe aktuell viele Baustellen in der Stadt sieht – neben dem genannten Ausbau des örtlichen Radwegnetzes und der Sicherheit für Schüler im Verkehr vermissen sie Angebote wie Carsharing oder nachhaltiges Vorgehen gegen Schottergärten –, gibt es in ihren Augen auch positive Entwicklungen. „Der Entwurf ,Urbanes Grün’ im vorgestellten Stadtentwicklungskonzept war sehr gut gemacht“, lobt Andreas Hartig. Er hofft, dass die gezeigten Ideen nun auch in der Bevölkerung und der Politik ankommen: „Wir wünschen uns deutliche Veränderungen in Norden.“

Startpunkt der Demo am Glockenturm

Die Demo für das Klima beginnt am Samstag, 25. September, um 11 Uhr am Glockenturm neben der Ludgerikirche am Marktplatz. Von dort aus geht es durch die Innenstadt – dieses Mal auch die Osterstraße. Weil aufgrund der Pandemie nicht gesungen werden darf, ermuntern die Organisatoren zum Mitbringen von Trommeln oder Rasseln. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Klimagruppe Norden.

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
Rufen Sie mich an:
0163 - 5133605
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.