Norden - Alle Unterrichtsräume und Lehrerzimmer der sechs städtischen Schulen in Norden sollen in den kommenden Wochen mit sogenannten CO2-Ampeln ausgestattet werden. Das teilte Fachdienstleiter für den Bereich Schulen, Nico de Vries, auf Nachfrage unserer Redaktion mit. „Wir befinden uns im Vergabeverfahren“, sagte er im Gespräch und hofft, Ende dieses oder Anfang des kommenden Monats entsprechende Geräte installieren zu können.

Diskussion bereits seit mehreren Wochen

In den Sommerferien war bundesweit eine Diskussion um Lüftungsanlagen in Schulen angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus entbrannt. Während der Landkreis Aurich in diesem Monat 122 Räume in seinen Schulen mit mobilen Luftfiltern ausstatten will, hat sich die Stadt Norden für ihre Bildungseinrichtungen bislang dagegen entschieden und setzt stattdessen auf spezielle Messgeräte. „Die CO2-Ampeln halte ich für unheimlich sinnvoll“, so de Vries, der noch einmal daran erinnerte, dass nahezu alle Unterrichtsräume der städtischen Schulen durch Querlüften mit ausreichend Frischluft versorgt werden können. Wann es dafür Zeit ist, zeigen künftig die Ampeln an, bei denen der Fachdienstleiter auf Qualität setzt. „Die müssen etwas taugen. Wir werden deshalb keine mobilen Geräte nehmen, sondern solche, die an der Wand montiert werden.“ Zudem sollen sie über eine automatische Kalibrierung verfügen und nicht per Akku betrieben werden.

Auch Schulen an Entscheidung beteiligt

„Als ein erster Entwurf der Förderrichtlinie herausgekommen ist, haben wir uns zunächst Gedanken gemacht, was an unseren Schulen Sinn macht und was nicht“, erklärte de Vries. Man habe die verschiedenen Optionen abgewogen und auch einige Lehrkräfte mit in den Entscheidungsprozess einbezogen. Letztlich – erst in der zweiten Ferienhälfte – sei die Wahl auf die Messgeräte gefallen, bei denen die Stadt mit Kosten von rund 18.000 Euro rechnet. Auch diese werden anteilig durch das Land Niedersachsen gefördert.

Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)