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Norder Stimmen zum Internationalen Hände-Waschtag „Händewaschen hat einen neuen Stellenwert bei uns“

Händewaschen will geübt sein: Auch in Norder Kitas und Grundschulen ist die Handhygiene seit Beginn der Pandemie ein wichtiges Thema.

Händewaschen will geübt sein: Auch in Norder Kitas und Grundschulen ist die Handhygiene seit Beginn der Pandemie ein wichtiges Thema.

Norden - An diesem Freitag ist nicht nur der letzte Schultag vor den Herbstferien in Niedersachsen, sondern auch der internationale Hände-Waschtag. 2008 wurde dieser von der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen, um auf die Wichtigkeit von Handhygiene aufmerksam zu machen. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat das Händewaschen eine neue Bedeutung bekommen – vor allem auch für Grundschüler und Kinder in Kitas. Wie sind die Erfahrungen in Norden dazu?

Händewaschen trainieren – Kinderkrankheiten gehören aber dazu

„Es gehört zum Kita-Alltag dazu, dass wir Händewaschen als Fertigkeit trainieren, um Kindern zu zeigen, dass es Selbstverständlichkeit ist“, erklärte Nico de Vries, Leiter des Fachdienstes Jugend, Schule, Sport und Kultur im Rathaus. Das sei auch früher schon so gewesen, nicht zuletzt aufgrund der Krankheitswellen, die vor allem im Herbst grassieren. „Gerade im Kleinkindbereich, wenn diese neu in Kitas kommen, müssen die sich einmal ,durchseuchen’, damit sich das Immunsystem ausbilden kann“, so de Vries. Aber auch mit kleinen Kindern sei es möglich, Händewaschen zu üben – mit positivem Effekt auf Krankheitsfälle, wie der Norddeicher Grundschulleiter Julian Glusa überzeugt ist. „Wir beobachten da eine gute Entwicklung, denn unterm Strich sind die Fälle der normalen Krankheiten weniger geworden.“

Hat sich der Schul- und Kita-Alltag verändert?

Das Bewusstsein unter Kindern für das Ritual des Händewaschen habe sich verändert, weiß der Schulleiter. „Kinder reagieren da aber auch toll, wenn man es ihnen gut erklärt und vormacht.“ Dass es dabei durchaus Neues zu lernen gab – für alle Beteiligten – bestätigt Nico de Vries. „Natürlich ist es in den meisten Elternhäusern selbstverständlich, sich die Hände zu waschen. Aber richtiges Händewaschen ist mehr, als nur etwas Seife abzuspülen.“ Dass dafür Handflächen und Handrücken gründlich eingeseift werden müssen, sei etwas, das vermittelt werden muss. Gerade bei jüngeren Kindern sei dabei aber auch darauf zu achten, dass die Routine sich nicht abschleift. „Die werden irgendwann unkonzentriert, da müssen wir schon auch aufpassen“, so de Vries. „Mittlerweile gehört das aber zum Alltag dazu, auch weil es unsere Hygienekonzepte so vorsehen oder vorgesehen haben.“

Haben auch Kinder Probleme mit gereizter Haut?

Tatsächlich werde bei der Wahl der Seifen darauf geachtet, dass diese verträglich für Kinder sind, betont der Fachdienstleiter. „Das merkt man ja auch als Erwachsener, gerade zur aktuellen Jahreszeit, dass die Haut an den Händen gereizt oder rissig werden kann.“ Er sei kein Freund von zusätzlicher Handdesinfektion, erklärt de Vries. „Das ist sehr scharfes Zeug und als Spender auch eine Gefahrenquelle – da müssen wir aufpassen, wenn Kinder unbeaufsichtigt Zugang dazu haben.“ Zumal es nicht nötig sei, da gutes Händewaschen ausreiche. Schulleiter Glusa kennt aus seinem Alltag auch keine Probleme mit gereizten Kinderhänden – außer zu Beginn der Pandemie. „Es gab da auch einen gewissen Gewöhnungseffekt. Einige Kinder hatten Handcremes in Benutzung, als es losging, aber das hat sich dann gelegt.“

Wie sind die Erwartungen für die Zukunft?

„Corona hat maßgeblich damit zu tun, dass Händewaschen einen neuen Stellenwert bei uns hat. Die Kinder kommen morgens rein und waschen sich automatisch die Hände – obwohl es laut Hygieneplan gar nicht mehr so sein müsste“, erklärt Glusa. Auch bei den Lehrkräften habe es ein Umdenken gegeben. „Das ist für uns alle eine gute Sache“, so der Schulleiter.

Arne Haschen
Arne Haschen Digitalteam Wesermarsch
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