• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 5 Minuten.

Ausnahme für Schwangere und Kinder
Corona-Schnelltests ab 11. Oktober nicht mehr kostenlos

NWZonline.de Region Ostfriesland

Hobbyhistorikerin arbeitet Geschichte auf: Nordens Haus für Beamte, Bier und eine Baroness

06.08.2021

Norden Wenn Gretje Schreiber etwas herausfinden will, dann ist die 80-jährige Hobbyhistorikerin verbissen. Kein Wunder also, dass ihr letztes Werk, ein Buch über eines der ältesten Häuser in Norden, am Ende über 100 Seiten lang geworden ist. Rund ein Jahr lang hat die Wahl-Norderin sich durch Archivunterlagen und Schriftstücke ostfriesischer Chronisten gearbeitet, um herauszufinden, welche Geschichte sich hinter dem Gebäude Am Markt 46 verbirgt.

Nordens Geschichte wach halten

Dieses Haus wird seit rund fünf Jahren von Investor Gustav Claashen aus Norden saniert, restauriert und umgebaut, um nach mehr als 20 Jahren Leerstand wieder Leben in die historischen Räumlichkeiten einziehen zu lassen – und um die Geschichte wach zu halten. Denn die kann sich durchaus sehen lassen, reicht sie doch fast 500 Jahre zurück.

Lesen Sie auch:

Restaurierungsprojekt in Norden
Neues Leben an nobler Adresse

Der Besuch von König Georg V. von Hannover, der seinen Sommer auf Norderney verbrachte, zählt dabei zu den bekanntesten Geschichten, die mit dem Haus verbunden werden. 1857 soll dieser dort einen Zwischenstopp eingelegt haben, um eine Schokolade oder Bouillon zu sich zu nehmen. Für ein Festessen oder eine Übernachtung war das Stadthaus aber wohl nicht standesgemäß, weshalb der König die Nacht im Schloss Lütetsburg in Hage verbrachte.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Ostfriesland-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Bis 1909 bis 2002 wurde das Haus Am Markt von der Familie Gronewold bewohnt, die Aufnahme zeigt das Gebäude im Jahr 1994.

Schokolade und Bouillon scheinen aber nicht die einzigen Getränke zu sein, die mit dem historischen Gebäude in Verbindung gebracht werden können. Fast 200 Jahre zuvor, ab 1680, befand sich in den Räumen eine Brauerei – und das für fast 100 Jahre. Im 19. Jahrhundert wird es dann noch etwas stärker: Knapp 30 Jahre war das Gebäude eine Destille für Genever.

Liebt es, sich in die Geschichte Ostfrieslands zu vertiefen: Hobbyhistorikerin Gretje Schreiber. BILD: Elisabeth Ahrends

Gretje Schreiber

Seit 40 Jahren ist die gebürtige Cellerin Gretje Schreiber als Hobbyhistorikerin aktiv.

Ganze Sommer hat sie schon früher im Archiv verbracht und sich vor allem mit der Heimat ihrer Mutter, Ostfriesland, beschäftigt.

So sind im Laufe der Jahre mehr als ein halbes Dutzend Bücher von ihr entstanden. Zudem hat Gretje Schreiber zahlreiche Aufsätze – auch für die Ostfriesische Landschaft veröffentlicht.

Ein Jahr lang hat sie sich in die fast 500-jährige Geschichte des Hauses Am Markt 46 eingearbeitet.

Das Buch soll am 12. September zum Tag des offenen Denkmals veröffentlicht werden. Es enthält die Rechercheergebnisse Gretje Schreibers sowie rund 100 Fotos und Bilder.

Seit 16 Jahren lebt Schreiber mit ihrem Mann Thomas in Norden, zuvor war die Familie in Süddeutschland beheimatet.

Dabei wurde das Haus einst wohl als Wohnsitz für den Schütte- und späteren Bürgermeister gebaut. Und auch ansonsten seien die Bewohner immer wohlhabend gewesen, weiß Gretje Schreiber. So hatte etwa Bürgermeister Johann Hillern Taaks für seine adlige Frau, Baroness von Blonay-Montfaucon, repräsentative Räume schaffen wollen und ließ nördlich des Haupthauses 1859 einen Anbau errichten.

Jahrzehnte des Leerstands in Norden

Nach dem Tod des Bürgermeisters und seiner Frau ging das Haus an die Familie Gronewold über, die von 1909 bis 2002 die Räumlichkeiten im historischen Teil Nordens bewohnten. Seither steht das Gebäude leer – bis jetzt. Denn Claashen, der das Haus 2013 kaufte, hofft, dass Ende des Jahres neue Bewohner einziehen werden.

Dann nämlich sollen nach fünf Jahren aufwändiger Sanierung und Restaurierung die ersten Mieter einziehen. Schon vorher, nämlich zum Tag des offenen Denkmals am 12. September, hoffen der Hauseigentümer und Hobbyhistorikerin Gretje Schreiber, das Buch zum Haus veröffentlichen zu können.

Elisabeth Ahrends Redakteurin / Redaktion Norden
Rufen Sie mich an:
0171 - 4267310
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.