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NWZonline.de Region Ostfriesland

Ärzteversorgung soll besser werden: Stadt Norden plant ein Gesundheitsnetzwerk

18.02.2021
Frage: Frau Kleffmann, was genau muss man sich unter dem Gesundheitsnetzwerk vorstellen?

Kleffmann: Die Stadt Norden plant damit eine Plattform, wo der gesamte Gesundheitsbereich zusammenkommen und die Partner sich untereinander austauschen können. Es gibt branchenweite Probleme, wie etwa den Fachkräftemangel, wo alle von einer Kooperation profitieren können.

Frage: Wie genau? Sind Arztpraxen nicht schon miteinander vernetzt?

Kleffmann: In Fachkreisen ja, beispielsweise Zahnärzte. Aber der sogenannte erste Gesundheitsmarkt – also die klassische Versorgung, die durch gesetzliche und private Krankenversicherungen abgedeckt wird – und der zweite Gesundheitsmarkt, zu dem individuelle Leistungen, Fitness oder Wellness gehören, haben oft nur wenig Vernetzung untereinander. Das möchten wir ändern.

Frage: Inwiefern können Patienten künftig von dem Netzwerk profitieren?

Kleffmann: Wir möchten Versorgungslücken schließen und verhindern, dass Patienten immer wieder weitergereicht werden. Da kann die Telemedizin für die Übersichtlichkeit künftig sicher auch eine größere Rolle als bisher spielen, wo immer noch Patientenakten umständlich zwischen Praxen verschickt werden.

Frage: Ist das Gesundheitsnetzwerk eine Idee, die aus Problemen der Pandemie geboren wurde?

Kleffmann: Nein, die Idee zu so einem Netzwerk wurde bereits 2016 entwickelt. In Kooperation mit Prof. Dr. Kerstin Kamke von der Hochschule Emden/Leer wurden Praxen befragt und diese Daten wissenschaftlich ausgewertet. An diese repräsentativen Ergebnisse knüpfen wir jetzt, die Umsetzung hat sich nur etwas verzögert.

Frage: Gibt es für den Bereich Norden Besonderheiten, die dabei zu berücksichtigen sind?

Kleffmann: Die Stadt liegt zum einen nicht zentral, besitzt aber durch die Nähe zur Nordsee und das touristische Angebot eine große Attraktivität. Wir haben in der Nähe außerdem große Mitspieler im Gesundheitsbereich, etwa die Kliniken in Norddeich und die Ubbo-Emmius-Klinik. Aber der demografische Wandel schreitet voran – nicht nur die Norder Bevölkerung wird älter, es wird auch schwieriger, Nachfolger für Ärzte zu finden. Wir wollen den Standort deshalb attraktiver machen für junge Ärzte und Anbieter, um die Gesundheitsversorgung langfristig zu sichern und Versorgungslücken zu schließen.

Frage: Wie ist der Stand der Planungen denn momentan? Gibt es einen Starttermin?

Kleffmann: Die Auftaktveranstaltung mit teilnehmenden Akteuren wird im März pandemiebedingt digital stattfinden. Im Sommer soll ein zweites Netzwerktreffen stattfinden, dann wollen wir auch Norder Bürgern eine Möglichkeit geben, eigene Ideen einzubringen. Wir wollen klären, wo Bedarfe sind, um die wir uns kümmern können.

Akteure der Gesundheitsbranche in und um Norden, die an der Auftaktveranstaltung des Gesundheitsnetzwerks im März teilnehmen möchten, können sich vormerken lassen per Mail an: gesundheitsnetz@norden.de.

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Arne Haschen Redakteur / Redaktion Ostfriesland
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