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NWZonline.de Region Ostfriesland

Probleme und Verzögerungen in Baugebieten: Die Stadt Norden baut – mit Hürden

02.07.2021

Norden Die Anzahl an verfügbaren Baugrundstücken in Norden sowie die Geschwindigkeit, mit der diese erschlossen werden, ist ein altbekannter Flaschenhals in der Stadt. Dennoch tut sich was für Bauwillige: Die Stadt soll im Laufe des Jahres zwei neue Baugebiete ausweisen, wie der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung empfahl. Zum einen soll an die langjährige Planung der Fläche „Südliche Wiegboldstraße“ ein Haken gesetzt werden, weiterhin sollen neue Grundstücke im Rahmen des Gebiets „Korndeichsland II“ erschlossen werden. Beide Vorhaben sind aber repräsentativ für jeweils unterschiedliche Probleme, die Norden plagen, wie verschiedener Ratsmitglieder – vor allem Bürgermeisterkandidat Rainer Feldmann (parteilos) – bekundeten. Beifall gab es auf dem Bauausschuss weiterhin für eine aktuelle Visualisierung des Bebauungsplans „Muskerei“, auch weil das Vorhaben nun kleiner als geplant ausfallen soll.

Bedenken der Verwaltung für „Südliche Wiegboldstraße“

Mit dem Baugebiet „Südliche Wiegboldstraße“ wird nun voraussichtlich ein über fünfjähriger Planungsmarathon enden – allerdings in einem Kompromiss, der keinem der Beteiligten wirklich schmeckt, wie auf dem Bauausschuss deutlich wurde. So gab es zwei Varianten der künftigen Siedlung mit voraussichtlich 90 Grundstücken, die den Lückenschluss der aktuellen Wohnbebauung zur Straße „Am Norder Tief“ bilden sollen – einmal mit öffentlicher Grünfläche sowie acht Meter breiter Anliegerstraße, die genug Platz für ruhenden Verkehr böte. Die Alternative mit sieben Metern Straßenbreite und verkleinertem Grünzug war aufgrund von Investorbedenken erstellt worden, weil zu viel Baufläche verloren ginge. Mit Blick auf Klimaschutzziele und Nachhaltigkeit favorisierte die Verwaltung aber die erste Variante, wie Mirko Wento, Leiter des Fachdienstes Stadtplanung und Bauaufsicht, betonte. Erfahrungen andernorts hätten gezeigt, dass gepflanzte Bäume in neuen Siedlungen sich oft nicht richtig entfalten können, weil sie zu wenig Platz haben.

Der Bauausschuss stimmte trotzdem für die Version mit weniger Grün – damit das Bauland nun möglichst schnell angeboten werden kann, wie etwa Ratsherr Wolfgang Sikken (CDU) erklärte. Dieser Kompromiss dürfe künftig jedoch nicht wiederholt werden, was auch von Wolfgang Hinrichs (SPD) geteilt wurde. Schwierig war allerdings auch die Preiserhöhung für einen Teil der eigentlich auf 80 Euro pro Quadratmeter gedeckelten Grundstücke auf 95 Euro – diese aufwandsbedingte Ausnahme sei anderen Investoren künftig nur schwer zu vermitteln, wie Mirko Wento zu bedenken gab. Genau das kritisierte auch Rainer Feldmann (parteilos) in einer Stellungnahme, neben der allgemein zu langen Planungszeit des Baugebiets.

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Im „Korndeichsland II“ steckt der Teufel im Detail

Unter der Ägide der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) entstand die bisherige Planung des Baugebiets „Korndeichsland II“, angrenzend an die Ostermarscher Landstraße und als Arrondierung zum bestehenden Siedlungsbereich, wie. Eine Vertreterin der NLG stellte den aktuellen Stand des Geländes mit 45 Grundstücken, die je zwischen 600 und 900 Quadratmeter groß sein sollen, vor. Dabei kamen im Bauausschuss mehrere Fragen auf, die vor Ort nicht geklärt werden konnten.

So stellte Wolfgang Sikken als direkter Anwohner des künftigen Baugebiets die Unterbrechung eines örtlichen Grabens infrage, der für die Entwässerung vor Ort extrem wichtig sei. Die NLG-Vertreterin präzisierte zwar, dass keine Gräben „gekappt“, sondern lediglich verlegt würden, wusste auf den Einwand aus dem Gremium, dass das Gelände aufgrund seiner generell tiefen Lage in Sachen Entwässerung besonders zu beachten sei, aber keine Antwort. „Da steht im Zweifelsfall alles unter Wasser nachher im Baugebiet“, gab Sikken zu bedenken.

Weiterhin sei offen, ob der südliche Teil des Baugebiets überhaupt voll in der Planung berücksichtigt werden könne, da durch vor mehreren Jahrzehnten EU-Ausgleichsflächen geschaffen worden seien. Auch, wenn die Bauplanung als sogenanntes beschleunigtes Verfahren auf einen Umweltbericht verzichten könne, sei dieser Punkt klärungsbedürftig, so Sikken: „Das nicht zu begutachten kann nicht richtig sein.“

Kritisiert wurden weiterhin die mögliche Unterbrechung eines Wanderwegs durch das Baugebiet sowie, ob es dort einen Spielplatz geben wird oder es möglich sei zu verhindern, dass ein Großteil der Wohnungen an Feriengäste gehen. Die NLG will die aufgeworfenen Fragen in einem künftigen Ausschuss klären.

Die „Muskerei“ am Stadteingang soll kleiner werden

Eine Entscheidung zum Vorhaben „Muskerei“ im Süden der Stadt war aufgrund fehlender Visualisierungen im letzten Stadtrat verschoben worden. Das holte das Norder Architekturbüro Urbano nun nach und präsentierte ein verschlanktes Konzept auf dem Gelände an den Bahngleisen: statt fünf Gebäuden sollen nur noch vier gebaut werden, die zusammen etwa 55 Wohnungen bereitstellen. Barrierefreiheit, ein Hauscafé, Grünanlagen und Balkone gehören auch zum Konzept – letztere sind aber noch von einem Schallgutachter zu prüfen, wie eingeräumt wurde. Aufgrund der direkt angrenzenden Bahnlinie könne das noch nicht garantiert werden. Die Miete soll weiterhin 13 Prozent unterhalb des Stadtdurchschnitts liegenDie mögliche Optik des Geländes „Muskerei“ stieß auf ein positives Echo und wurde einstimmig zum Beschluss im Stadtrat empfohlen.

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Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
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