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NWZonline.de Region Ostfriesland

Einstimmiges Votum im Stadtrat: Norden spricht sich für Biosphären-Beitritt aus

10.06.2021

Norden Es waren viele und intensive Gespräche, die in Norden rund um den möglichen Beitritt zum Biosphärenreservat des Niedersächsischen Wattenmeers geführt worden – so der Rückblick von Nordens Bürgermeister Heiko Schmelzle auf der jüngsten Sitzung des Stadtrats am Dienstag. Es sei von Anfang an wichtig gewesen, dass eine Entscheidung „nicht gegen und nicht ohne die Landwirtschaft geschieht“, betonte er.

Landwirte mit an Bord

Diese war auch, nicht zuletzt in Vertretung durch Carl Noosten, Chef des Landvolk-Kreisverbands Norden-Emden, von Beginn an in die Diskussion eingebunden. Gemeinsam, so der Bürgermeister, sei es gelungen, einen „Norder Weg“ auszuhandeln. Die Entscheidung, dass die Stadt Norden nun dem Biosphärenreservat beitreten will, fiel dann auch einstimmig aus.

Stadt Norden als Vorbild

In einer Reihe von Wortmeldungen bekundeten Ratsmitglieder die Wichtigkeit des Beitritts und die Chancen, die diese Entscheidung für die Stadt und das Umland bringe. „Andere Kommunen an der Nordsee nehmen uns als Vorbild“, war sich Wolfgang Sikken (CDU) sicher. Der fraktionslose Bürgermeisterkandidat Rainer Feldmann begrüßte insbesondere, dass „der reiche Erfahrungsschatz der hiesigen landwirtschaftlichen Vertreter“ nun gewürdigt werden könne, schließlich werde es dort jetzt einen Entwicklungsprozess geben.

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Ratsherrin Kerstin Kolbe (Grüne) räumte ein, zu Beginn der Idee sehr skeptisch gegenüber gewesen zu sein – nun freue sie sich aber über den Beitritt. Sie erinnerte zugleich daran, dass dies für Norden mehr sei als ein weiteres Gütesiegel, mit dem sich die Kurverwaltung schmücken kann.

Was allen Beteiligten – nicht nur Landwirten – wichtig ist: Der Beitritt der Stadt Norden kann künftig jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Wie die Nationalparkverwaltung bei der Vorstellung des Projekts bereits betont hatte, können Kommunen die Entwicklungszone jederzeit verlassen und erleiden auch keine Einschränkungen ihrer autonomen Beschlussfähigkeit. Sollte sich die bundes- oder europaweite Gesetzgebung irgendwann ändern, müssen Mitglieder der Biosphäre also nicht befürchten, Maßnahmen verpflichtend übernehmen zu müssen. Gerade dieser Punkt war Vertretern der Landwirtschaft wichtig, die mit Verweis auf genau solche Konsequenzen in früheren Gebietskulissen verhindern wollten, dass mit der Biosphäre „Hintertüren“ für Umweltschutzmaßnahmen kommen, so Carl Noosten.

Beirat für die Biosphäre

Ein stadteigener „Biosphärenrat“ als künftiges Begleitgremium, wie es von der SPD-Fraktion im Mai beantragt wurde, sieht auch die Verwaltung als sinnvoll an. Dieses könnte dann auch entscheiden, ob und wann die Rücktrittsklausel im Biosphären-Vertrag eintritt. Vorbild für die Idee war der Beirat im Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“, der sich Vertretern aus Norden per Videochat vorgestellt hatte.

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Ostfriesland
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