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Aktualisiert vor 13 Minuten.

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NWZonline.de Region Ostfriesland

Die Klimagruppe der Stadt Norden: Sie streiten für eine saubere Zukunft

12.06.2021

Norden Das Thema Biosphären-Beitritt der Stadt hat sie in den letzten Monaten intensiv beschäftigt: Die Mitglieder der Klimagruppe Norden. „Wir wurden ziemlich überrollt“, erinnert sich Anke Reinhart. Nach der jüngsten, durch Coronaregelungen anstrengend zu organisierenden Fahrraddemo dachte die Gruppe, dass sie erstmal durchatmen kann – bis sich dann die Nationalparkverwaltung mit dem Thema Biosphäre ankündigte. „Wir haben schnell gemerkt dass es ein wichtiges Thema ist“, betont Martha Wenninga-Herlyn. „Da mussten wir am Ball bleiben.“

Wer sich die Arbeit der Klimagruppe aber als steife Vereinsarbeit vorstellt, irrt. „Bei aller Arbeit darf der Spaß nicht zu kurz kommen“, verrät Andreas Hartig. Die Treffen der Klimafreunde – diese Tage in der Regel virtuell als Videokonferenz – sind vom lebhaften Austausch, Lachen und dem Jonglieren vieler Ideen geprägt.

Gruppe informiert Bürger

In der Sache selbst steckt für die Gruppenmitglieder trotzdem Ernst. „Mit unseren Fragen haben wir die Ratsleute in den letzten Monaten schon etwas getriezt“, glaubt Hartig. Die Norder Politik habe es bis zuletzt verschlafen, die Bürger grundlegend über das Thema Biosphäre zu informieren, kritisiert er. So gab es demnach mehrfach Fragen von Einwohnern, worum es dabei überhaupt ginge und ob das Thema noch aktuell sei. Die Klimagruppe verteilte in dem Zusammenhang auch eigene Flyer an rund 9000 Haushalte in Norden, um über das Thema zu informieren – ein ziemlicher Kraftakt, wie die Mitglieder zugeben.

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Zurücklehnen wollen sie sich jetzt aber nicht. „Die Arbeit geht jetzt erst richtig los“, schätzt Hartig. Alle Bürger seien gefordert, Ideen einzubringen, die Klimagruppe setzt zudem Hoffnungen auf den geplanten Biosphären-Beirat der Stadt. „Wichtig ist jetzt, wie das organisatorische Zeitfenster aussieht“, erklärt Anke Reinhart. „Wir sollten erste Fäden spinnen, bevor die Unesco sagt, dass es losgeht.“

Die Aktivisten sehen in Norden neben der Biosphäre aber noch viele andere Baustellen im Bereich Klimaschutz. So müsse die Stadt in Sachen Ferienwohnungen „auf die Bremse treten“, weil gefühlt jede freie Wohnung in Norden für Gäste angeboten werde. „Wie viel Tourismus verträgt eine Region überhaupt?“ fragt Andreas Hartig. Es sei ein Paradox, dass Menschen quer durch die Republik an die Küste fahren, um Regionalität zu genießen, die es bei ihnen daheim auch gebe.

Angebote verbessern

Überhaupt gelte es, den Bereich Mobilität im Bereich Tourismus klimafreundlicher zu machen. „Mein Traum wäre, dass man mit dem Zug nach Norden reisen und dann per Car-Sharing und Elektromobilität weiterfahren kann“, so Reinhart. Martha Wenninga-Herlyn vermisst auch bessere Angebote für Radfahrer. „Es muss doch einfach möglich sein, sein Rad in der Bahn mitzunehmen“, kritisiert sie den aktuell nur begrenzt vorhandenen Platz in Zügen und Bahnhöfen. „Und nirgendwo ist es behindertengerecht“, führt sie weiter aus.

Auch am aktuell diskutierten Thema Regionalität hat die Klimagruppe großes Interesse. „Wir sind keine Gegner von Landwirtschaft“, sagt Andreas Hartig. „Wir brauchen hier eine regionale Wertschöpfung.“ Dafür sei es aber dringend nötig, künftig bessere Bildungsangebote aufzustellen, um Perspektiven aufzuzeigen. „Vielleicht könnten wir den Öko-Markt wieder aufleben lassen“, schlägt Wenninga-Herlyn vor. „Damit würde auch das Wir-Gefühl in unserer Region wieder aufleben.“ Am Interesse der Bürger werden solche Projekte nicht scheitern – da ist sich die Klimagruppe einig: „Wir müssen einfach anfangen und Fakten schaffen.“

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Ostfriesland
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