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NWZonline.de Region Ostfriesland

Naturschutz: Im Norder Tief fühlt sich die Krebsschere Wohl

02.07.2021

Norden Bis vor einigen Jahrzehnten war sie in den ostfriesischen Gewässern noch weit verbreitet, inzwischen ist sie sehr selten geworden: die Krebsschere. Sie ist eine Wasserpflanze, die aktuell im Norder Tief wächst. Das sagte Rolf Runge, Vorsitzender des BUND-Regionalverbandes Ostfriesland, im Gespräch mit dieser Redaktion. Doch warum ist die Krebsschere inzwischen so selten geworden?

Das hänge laut Runge von verschiedenen Faktoren ab. „Zum einen ist die Pflanze in Bezug auf die Wasserqualität sehr empfindlich. Viele Gewässer sind zum Beispiel von Überdüngung in Mitleidenschaft gezogen worden und das verträgt auch die Krebsschere nicht“, erklärte Runge. Auch würde diese Wasserpflanze empfindlich auf zu viel Schatten reagieren. „Sie kommt auch in kleinen Tümpeln vor und wenn beispielsweise Eichen drumherum wachsen, dann bekommt sie zu wenig Sonne ab.“ Und auch der Mensch hat seinen Beitrag geleistet, um die Krebsschere immer weiter zu verdrängen: „Vielfach wurde sie rausgerupft, mit der Begründung, dass sie die Entwässerung erschweren würde“, so Runge.

Im Norder Tief würde sich die Krebsschere aber wohl fühlen, sagte der BUND-Vorsitzende im Gespräch. Denn hierbei handele es sich um ein langsam fließendes Gewässer mit einer guten Gewässerqualität. „Auch hier hat sich die Pflanze vor langer Zeit angesiedelt und wurde zwischenzeitlich entfernt. Aber die Bestände beruhigen sich“, weiß Runge. Und das sei auch gut so, denn die Krebsschere übernimmt vielfältige Aufgaben für die Flora und Fauna vor Ort: „Sie klärt das Wasser, indem sie Nährstoffe aufnimmt, und dient der Grünen Mosaikjungfer als Fortpflanzungsort“, sagte Runge. Die Grüne Mosaikjungfer ist eine Großlibelle, die durch das Fehlen der Krebsscheren vom Aussterben bedroht und nach bundesdeutschem und europäischen Recht streng geschützt ist, informiert der BUND. „Die Grüne Mosaikjungfer legt ihre Eier ausschließlich auf den Blättern der Krebsschere ab“, so Runge, der auch schon Blesshühner beobachtet hat, die auf sehr dichtgewachsenen Beständen dieser Wasserpflanze ihre Nester gebaut haben.

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Bereits seit fünf Jahren ist der Regionalverband des BUND damit beschäftigt, die Krebsschere in der Region wieder vermehrt anzusiedeln. Insgesamt sieben Teiche sind in den letzten Jahren vom BUND angelegt worden. „Ergänzt werden sie von Gräben, die wir erweitert haben. Weil wir gemerkt haben, dass sich die Krebsschere auch dort wächst“, erläuterte Runge. Vom BUND angesiedelt wurden Krebsscheren-Bestände im Rheiderland im Landkreis Leer sowie im Landkreis Aurich: am Krummen Tief in der Gemeinde Ihlow, in den Engerhafer Meeden, im Gebiet Flumm/Fehntjer Tief und an der Westerender Ehe, informiert der BUND. Der Bestand im Norder Tief sei laut Runge ein natürlicher.

Maike Thien Redakteurin / Redaktion Leer
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