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NWZonline.de Region Ostfriesland

Stadtentwicklung in Norden: Konzept klammert Klimaschutz aus

04.09.2021

Norden Dass Wunsch und Wirklichkeit oft ziemlich weit auseinanderliegen, zeigt die Diskussion um das Stadtentwicklungskonzept. Darin findet erstmals auch der Aspekt des urbanen Grüns Berücksichtigung, wodurch die Stadt in ihrem Kern, aber auch am Rand in den nächsten 15 bis 20 Jahren deutlich grüner werden soll. Enthalten ist deshalb eine Zielsetzung, wonach rund 15 Prozent der Fläche in Neubaugebieten öffentlichen Grünflächen vorbehalten sind. Die jüngst verabschiedeten Planungen für das Neubaugebiet „südliche Wiegboldstraße“ werden dem aber wohl nicht gerecht werden, wie Unionspolitiker Werner Hover am Donnerstag anlässlich der Vorstellung der Grünaspekte anmerkte.

„Grün gnadenlos zusammengestrichen“

Bekanntlich hatte sich die Politik in letzter Minute dazu entschlossen, die Grünanteile im jüngsten Neubaugebiet zugunsten größerer Wohngrundstücke einzuschränken. „Da ist das Grün gnadenlos zusammengestrichen worden“, rief Hover in Erinnerung. Man könne nur Vorschlagen, die Entscheidungsgewalt liege aber bei der Politik, entgegnete Umweltfachdienstleiter Bernd Kumstel. Kritisch sieht Grünen-Politikerin Kerstin Kolbe, dass der Aspekt des Klimaschutzes – in einem ihrer Meinung nach ansonsten gut aufgestellten Papier – weitestgehend unbeachtet bleibt. „Wir wollten das jetzt zum Abschluss bringen“, sagte Kumstel. Man habe sicherlich noch viele weitere Einzelaspekte beleuchten können, wollte sich aber nicht in zu viel Klein-Klein verlieren.

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Wohl auch deshalb ist der von den Grünen geforderte Aspekt, ein Gefährdungskataster für Extremwetterlagen zu erstellen und ebenso ins Stadtentwicklungskonzept einzubeziehen wie eine Strategie zum Umgang mit den Klimafolgen, bislang von der Verwaltung abgelehnt worden. Mit einem deutlichen Votum der Politik, genau diese Ideen mit einfließen zu lassen, könnte beides nun noch aufgegriffen werden – sollte auch der Rat zustimmen. Bauamtsleiter Mirko Wento konnte indes die Forderung nicht verstehen und entgegnete Antragstellerin Karin Albers (Grüne) mehrfach in Seitengesprächen, dass beides nicht in das Stadtentwicklungskonzept gehöre, sondern in ein gesondertes Klimaschutzkonzept.

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Genau das will die Stadt noch in diesem Herbst ausschreiben und in zwei Jahren fertigstellen. Allerdings geht es dabei um eine Fortschreibung des Konzeptes von 2012, das vorrangig um Energie und Tourismus beleuchtet hatte, sich jedoch nicht mit dem Umgang mit Extremwetterlagen befasst. In einer der nächsten Ausschusssitzungen sollen deshalb nun zunächst Experten Einschätzungen zu diesem Thema für Norden liefern. Anke Reinhart von der Klimagruppe Norden kritisierte indes, dass es sich bei den Ausführungen der Stadt einmal mehr um Empfehlungen, nicht jedoch um festgelegte Richtlinien handele – und damit viel Raum für Interpretation und Schlupflöcher lasse.

Elisabeth Ahrends Redakteurin / Redaktion Norden
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