• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Ostfriesland

Schmuckdesignerin aus Norden: Von knackigen Formen und dem kreativen Prozess

21.08.2021

Norden „Ich finde, man muss seinem Herzen und seinen Interessen folgen“, sagt Annika Hillers. Vor rund fünf Jahren hat sich die Norderin in Bremen mit dem Label OMA (Link) selbstständig gemacht und bietet darüber vor allem Schmuck an. „Angefangen hat es mit Mode, aber das mache ich kaum noch“, sagt die 36-Jährige. Ihre Werke gibt es nicht nur online zu kaufen, sondern auch in mittlerweile zwölf Geschäften in Deutschland. „Nur in Ostfriesland gibt es noch keinen Laden mit Sachen von mir“, so Hillers. In ihre Heimat zieht es sie trotzdem regelmäßig, denn in den Sommerferien unterrichtet sie jedes Jahr in der Kunstschule Norden. „Ich hab hier einmal ein Praktikum gemacht und der Kontakt blieb bestehen.“ Für Hillers ist das Unterrichten von Kindern ein Ausgleich zur kreativen Arbeit, die sie alleine im stillen Kämmerlein verrichtet. „Die Mischung passt genau, weil nur das eine oder das andere – das ginge auf Dauer nicht für mich“, sagt die Norderin.

Muster aus geometrischen Formen: Schmuck von Annika Hillers

Komplexe Formen am Computer entwerfen

Dass sie einst als selbstständige Schmuckdesignern tätig wird, hätte sie vor zehn Jahren nicht geglaubt, so Hillers. „Allein, dass ich einen Studienplatz im Bereich Design bekomme, erschien mir unmöglich.“ Genau dieses studierte sie dann aber mit Schwerpunkt Mode in Bremen, wie auch Pädagogik in Flensburg. „Lehrerin wollte ich aber nie werden“, weiß die 36-Jährige, die nebenher auch verhaltensauffällige Jugendliche betreut. Dafür arbeite sie zu gerne künstlerisch mit verschiedenen Materialien – vor allem Metall. „Im Studium konnten wir uns richtig ausprobieren und auch mit Laserschneidern arbeiten, das war toll.“ Viele ihrer Designs entwirft Annika Hillers am Computer, die dann maschinell umgesetzt werden. „Vor allem mit Messing mache ich gerne geometrische Formen. Die werden dann in Istanbul in kleiner Stückzahl für mich gelasert“, erklärt sie.

Schmuck so designen, als wäre es Mode

Grundsätzlich stehe sie bei ihrer Arbeit eher auf klare geometrische Formen, weniger auf Schnörkel. „Das muss kurz und knackig sein, ohne Schnickschnack.“ Der Name ihres Labels leitet sich auch von den geometrischen Formen des Kreises (als O) und des Dreiecks (als A) ab und nicht, weil eine Großmutter sie beruflich inspiriert hat. „Ich denke, was meine Arbeit angeht, denke ich wie eine Modedesignerin: Alles, was ich mache, muss zum bestehenden Sortiment passen.“ Auch wenn sie gerne und viel Neues ausprobiere, wird am Ende immer aussortiert. „Was nicht passt, landet in der Schublade für später oder wird in den Kursen an der Kunstschule recycelt“, so die Designerin. Doch auch, wenn sie mittlerweile genau weiß, was ihre eigene Formensprache ausmacht, hat Hillers nie die Lust am Experimentieren verloren.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Ostfriesland-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Muster aus geometrischen Formen: Schmuck von Annika Hillers

Den eigenen kreativen Prozess verstehen

„Meine Ideen hole ich mir von überall und spiele gerne mit Formen und Farben.“ Dabei ist es ihr enorm wichtig, den eigenen kreativen Prozess zu verstehen und zu würdigen. „Man muss nicht alles sofort so umsetzen, wie man es gerade im Kopf hat“, sagt Hillers, „sondern sollte es langsam entstehen lassen.“ Genau das vermittle sie auch gerne den Kindern in ihren Kursen. „Ich mache in den Gruppen gerne Collagen, weil jedes Kind kann so arbeiten, wie es möchte, mit allen möglichen Materialien. Dabei entstehen tolle Fantasiewelten, ohne dass es harte Vorgaben gibt.“ Sie selbst hat auch schon Pläne, ihr eigenes kreatives Repertoire künftig zu erweitern. „Im November werde ich einen Goldschmiedekurs machen“, freut sich die Norderin, die sich davon mehr Techniken und Wissen im Umgang mit Metall erhofft. „Ich habe noch viel zu lernen“, gibt sie sich bescheiden, „aber das führt mich eben auch immer wieder zu neuen Ideen.“

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
Rufen Sie mich an:
0163 - 5133605
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.