• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Ostfriesland

Polizei warnt vor Schockanrufen: Telefonbetrüger nehmen auch Norden ins Visier

21.09.2021
Polizeisprecherin Wiebke Baden

„Betrug ist ein wahrer Formenwandler. Mittlerweile gibt es vielfältige Formen, in denen er auftritt, denn Täter werden immer kreativer.“ Damit leitet die Polizeiinspektion Emden/Leer eine aktuelle Präventionskampagne ein, mit der die derzeit verbreiteten Maschen von Telefonbetrug erklärt werden sollen. Das Thema beschäftigt aktuell aber auch die Beamten im Kreis Aurich, bestätigt Polizeisprecherin Wiebke Baden im Gespräch mit unserer Redaktion.

Gerade die Stadt Norden wurde zuletzt Ende August gezielt von Betrügern angerufen. „Für uns ist das weiterhin ein Thema“, sagt Baden, „diese Anrufe kommen wellenartig. Zuletzt waren es oft falsche Polizeibeamte, aber den Enkeltrick gibt es auch immer noch.“ Aktuell würde es vermehrt Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitern geben, die versuchen, an gültige TAN-Nummern für Überweisungen zu gelangen. „Ende August gab es bei einer Dame in Wittmund einen Schockanruf, wo der Betrug vollendet wurde“, so Baden. Die Seniorin erlitt demnach einen finanziellen Schaden im sechsstelligen Bereich.

Aufklärungskampagne im Kreis läuft weiter

Die Präventionsarbeit der Polizei wird allerdings durch den Wechsel der Betrugsmaschen erschwert, wie die Sprecherin weiter erklärt. „Das vermischt sich in kurzen Abständen hintereinander, weshalb sich Betroffene nicht auf eine Masche einstellen können.“ Die im Frühjahr gestartete Aufklärungskampagne der Polizei, bei der alle Bürger über 70 Jahren im Kreis ein Informationspaket zum Thema Telefonbetrug erhalten, läuft demnach noch. „Die Pakete werden händisch verteilt, weshalb es eine Weile dauert“, so Baden. Senioren, die noch kein solches Paket bekommen haben, stünden noch auf der Verteilerliste. Sie bekommen verschiedene Broschüren und auch einen Aufsteller mit Hinweisen, der am heimischen Telefon stehen kann.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Ostfriesland-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Dass Betrüger gezielt versuchen, Ältere am Telefon zu betrügen, ist kein neues Problem – aber eins, dass in der Pandemie gewachsen ist. Das bestätigt Holger Korn, Sprecher des Norder Beirats für Senioren und Menschen mit Behinderung. „Wir wissen, dass in Norden mehrere solche Anrufe getätigt worden sind“, sagt Korn über die jüngste Welle von Schockanrufen.

„Die Hemmschwelle, darüber zu reden, ist aber immer noch sehr groß.“ Gerade, wenn es um das Thema Geld geht, trauten sich viele Senioren nicht, das gegenüber Dritten zu erwähnen. Ein Problem für den Seniorenbeirat ist hierbei auch, dass aufgrund der Pandemie keine klassischen Aufklärungsveranstaltungen möglich sind.

Pandemie erschwert die Präventionsarbeit

Korn: „Wir hatten 2018 eine große Veranstaltung, zusammen mit der Präventionsstelle der Polizei und dem Weißen Ring.“ Diese wurde demnach auch sehr gut angenommen und auch in anderen Kommunen im Altkreis Norden gab es Treffen, um Senioren zum Thema Telefonbetrug zu sensibilisieren. Aber: „Coronabedingt ist das für uns momentan eine schlechte Phase, um an die Leute heranzukommen“, räumt der Beiratssprecher ein. Mehr als Flyer zu verteilen und Telefonate zu führen sei aktuell kaum möglich, da es keine öffentlichen Zusammenkünfte gibt.

Und die pandemiebedingte Einsamkeit verstärke die Verwundbarkeit einzelner Senioren nur. „Die soziale Abhängigkeit ist oft groß, wenn jemand wirklich alleine ist und keine Familie mehr in Norden hat.“ Solche alleinstehenden Personen, die sich über jeden Anruf freuen, seien ein begehrtes Ziel von Telefonbetrügern, weiß Korn.

Bei diesen handelt es sich auch nicht um Einzeltäter, sondern organisierte Gruppen, erklärt Wiebke Baden: „Das sind in vielen Fällen Callcenter im Ausland, die überlegt vorgehen und bestimmte Ortschaften anrufen.“ Das Verhalten lege nahe, dass dort Telefonbuchnummern abtelefoniert werden, da oft schon der Personenname darauf schließen lasse, ob es sich um Senioren handelt. „Und dann kommt noch das Call-ID-Spoofing hinzu“, so die Sprecherin – also das Anzeigen einer falschen Nummer des Anrufers. „Es handelt sich nicht um Einzelpersonen, die wahllos Leute anrufen.“

Für Rückfragen zum Thema Telefonbetrug und weitere Auskünfte ist die Präventionsstellen der Polizei Norden unter Telefon 04931/921-124 erreichbar, zudem auch Sabine Kahmann als kreisweite Ansprechpartnerin der Präventionsstelle der Polizei Aurich/Wittmund unter Telefon 04941/606-108.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
Rufen Sie mich an:
0163 - 5133605
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.