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NWZonline.de Region Ostfriesland

Sandburgen am Strand von Norddeich: Vergängliche Kunstwerke aus Sand und Salz

12.08.2021

Norden Im Sand buddeln, das hat Ernst Bartels schon als Kind Spaß gemacht. Und auch mit 60 Jahren kann sich der Unternehmensberater aus Schweinfurt für seinen Urlaub nichts Schöneres vorstellen, als aus Salzwasser und Sand Kunstwerke am Strand entstehen zu lassen. Seit über 30 Jahren zieht es ihn und Ehefrau Martina an die Küste – und zwar immer nach Norddeich. „Wir haben einmal Urlaub in Neßmersiel gemacht, aber das hat uns gar nicht gefallen. Wir sind dann immer von dort nach Norddeich gefahren“, berichtet der promovierte Naturwissenschaftler.

Vom Sandkastenkind zum Strandkünstler

Der große Sandkasten im Garten seiner Eltern im Südharz hat sicherlich schon den ersten Grundstein gelegt, so richtig in die Sandburgenkunst eingestiegen ist Bartels aber erst mit seinen Kindern. Zunächst waren es einfache Burgen, „aber irgendwann wurde das langweilig“. Also wurden aus Burgen Wattwürmer, Feuerwehrautos, Figuren aus Zeichentrickfilmen oder, wie in diesem Jahr, Leuchtturm, Betonmischer und Schwein. „Es gibt da keine Systematik, was wir umsetzen“, erklärt der gebürtige Hannoveraner. Auch auf Zuruf von anderen Strandgästen entstehen immer wieder neue Kunstwerke.

Urlaub in Norddeich: Für Familie Bartels aus Schweinfurt gibt es kein besseres Ferienziel.

Wattwurm Wiegand darf nicht fehlen

Nur eins darf in keinem Urlaub fehlen: Wattwurm Wiegand. „Erst, wenn der fertig ist, fühlt sich meine Frau im Urlaub angekommen.“ Deshalb macht sich Bartels auch Jahr für Jahr gleich zu Anfang daran, einen großen Haufen Sand aufzuschütten und den Wattwurm zu gestalten. Für die Haltbarkeit ist das Salzwasser der Nordsee zwingend erforderlich. „Durch das Salzwasser wird der Sand verklebt. Nimmt man nur Duschwasser, wird er nach kurzer Zeit wieder bröselig.“

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Zweiter wichtiger Aspekt: das Festklopfen des Sand-Salzwasser-Gemischs. Das gilt sowohl bei großen als auch kleinen Kunstwerken. Bei Letzteren kommt hingegen eine etwas andere Technik zu Einsatz. Dafür mischt er Sand und Salzwasser direkt im Eimer und hebt das Gemisch nach und nach auf den Strand. Ein solcher Brei kann schon recht schwer werden, weshalb der Schweinfurter jedes Jahr Baueimer mit an den Strand bringt. „Die sind einfach stabiler als normale Plastikeimer.“

Gehört in diesem Jahr zu einem der zehn Kunstwerke von Familie Bartels am Strand von Norddeich: ein Betonmischer. Bild: privat

Mit den Jahren hat Bartels seine Technik perfektioniert. Neben Baueimern gehören deshalb auch mehrere Spaten, kleine Schaufeln, eine spezielle Kelle mit einer abgerundeten Spitze und ein Modelliermesser für Gips in seine Strandtaschen. Kleine Förmchen und sonstiges Material braucht es inzwischen nicht mehr. Denn auch Bartels Kinder sind mit 21, 25 und 27 Jahren inzwischen alt genug, um sich selbst Herausforderungen im Sand zu stellen. Denn auch, wenn sie längst studieren, versuchen Priska, Lydia und Jakob sich immer ein paar Tage freizuschaufeln, um ebenfalls am Strand von Norddeich als Künstler aktiv zu werden.

Noch ein paar Tage am Strand in Action

Noch bis Sonnabend ist die Familie in Norddeich und will das angekündigte gute Wetter nutzen, um die zehn Kunstwerke, die am Wochenende von starken Regenfällen sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, mit neuen zu ersetzen. Und auch für das nächste Jahr ist die Norddeicher Unterkunft bereits gebucht: „In den ersten drei Augustwochen sind wir wieder hier“, ist Bartels die Vorfreude schon jetzt anzumerken.

Elisabeth Ahrends Redakteurin / Redaktion Norden
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