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NWZonline.de Region Ostfriesland

Natur: Kahle Bäume anstatt sattes Grün

23.06.2021

Ostfriesland Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Ostfriesland sorgt sich um die Eichenbestände auf den Wallhecken in der Region. Das sagte Rolf Runge, Vorsitzender des Regionalverbandes, im Gespräch mit der Redaktion. Der Grund: Der Grüne Eichenwickler breitet sich aus. Dabei handelt es sich um einen kleinen Schmetterling, dessen Raupen durch massiven Befall vor allem Eichen schädigen. „Wo um diese Jahreszeit ein dichtes Blätterdach in frischem Grün leuchten sollte, überwiegen Brauntöne und kahle Zweige oder ganze Baumkronen ohne ein einziges Blatt“, heißt es in einer Mitteilung des BUND.

Bislang sei der Grüne Eichenwickler vor allem im mittleren Deutschland, beispielsweise Nordrhein-Westfalen oder im Rheinland, vorgekommen. „Aber schon im vergangenen Jahr wurden Fraßschäden in Ostfriesland festgestellt und in diesem Jahr nochmal verstärkt“, erklärte Runge im Gespräch. Die Verbreitung des Insekts sei inzwischen ostfrieslandweit zu spüren, Beobachtungen seien verstärkt aber in der Umgebung von Aurich, beispielsweise Wiesens, oder in Strackholt gemacht worden. Hinzu kommen in diesem Jahr der Große und der kleine Frostspanner. Sie fressen laut Runge vor allem Obstbäume, würden aktuell aber ebenfalls in großer Zahl auf den Eichenbäumen zu finden sein und mit dem Grünen Eichenwickler ganze Baumkronen kahlfressen.

Runge vermutet, dass diese Entwicklungen mit der Klimaveränderung zusammenhängen könnten. „Die Eichen haben unter den sehr heißen Sommern der letzten Jahre gelitten, sind geschwächt und dadurch anfälliger geworden“, sagte der Regionalverbandsvorsitzende. Darüber hinaus vermutet er, dass es ein „Auseinanderfallen“ der Singvogel- und Raupenanzahl gibt. „Die Singvögel brüten eigentlich, wenn es viele Raupen gibt. In diesem Jahr haben sich die Vögel normal in die Brut begeben, aber die Raupen sind aufgrund des kalten Frühjahrs erst später aufgetreten, als die Vögel mit ihrer ersten Brut schon durch waren und nicht mehr so viel Futter benötigt wurde“, erläuterte Runge.

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Aus Sicht des BUND müssten Nützlinge wie Singvögel oder entsprechende Insekten wie Schlupfwespen oder Wanzen „durch einen vielgestaltigen Bewuchs der Wallhecken gefördert werden“, um den Massenbefall in den Griff zu bekommen. Auch Fledermäuse hätten eine besondere Bedeutung beim Vorgehen gegen die Kleinschmetterlinge, da diese nachtaktiv seien. „Eine Hoffnung besteht auch darin, dass die Eichen selber reagieren und vermehrt Gerbstoffe in ihren Blättern einlagern, um diese für die Raupen ungenießbar zu machen“, schreibt der BUND in einer Mitteilung. Wie Runge sagt, würden in Mitteldeutschland bisweilen auch Chemikalien eingesetzt werden, um dem Befall durch den Grünen Eichenwickler Herr zu werden. Dieses Verfahren sieht er für Ostfriesland nicht. „Ostfriesland ist groß und die Wallhecken sehr langgezogen“, so Runge.

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