OSTFRIESLAND - Auf die Versicherung der Staatssekretärin Daniela Behrens aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium hatten die Spitzenvertreter der Handwerksorganisationen gewartet: 'Wir werden das Projekt ,Norddeutsches Handwerk International’ auch weiterhin unterstützten.' Dies war, so die Handwerkskammer für Ostfriesland in einer Pressemitteilung, vor dem Hintergrund der neu gebildeten Landesregierung nicht ganz sicher.

Die Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN) hatte rund 20 Vertreter des Landtages und des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums zu einer 'Exporttour' eingeladen, um auf die Außenwirtschaftskraft des Handwerks aufmerksam zu machen. Diesmal führte die Tour in die Region der Handwerkskammer für Ostfriesland (HWK).

Geschäftsinhaber Horst Sonnenberg vom Gerhard Albers Schuhorthopädie-Betrieb in Bunde und Betriebsleiter Friedemann Seitz von Jürgen Ahrend Orgelbau in Leer-Loga führten den Besuchern ihr Handwerk und den Werkstattalltag vor. Beide vereint der erfolgreiche Schritt auf internationale Märkte.

'Handwerksarbeit aus allen Gewerken Deutschlands wird weltweit geschätzt', sagte HWK-Hauptgeschäftsführer Peter-Ulrich Kromminga. Flexibilität, Zuverlässigkeit, Kompetenz und ein hohes Qualitätsniveau überzeugen nicht nur die Kunden vor Ort. Dabei seien die Niederlande für Niedersachsen der Exportpartner Nummer Eins. Das Projekt 'Norddeutsches Handwerk International' unterstütze die Unternehmen mit Ansprechpartner in den Kammerbezirken im In- und Exportgeschäft weltweit. 'Für uns ist es wichtig, Handwerker davon zu überzeugen, dass sie sich auch im Ausland ein weiteres Standbein aufbauen können', ergänzte der LHN-Hauptgeschäftsführer Michael Koch. Dies habe positive Auswirkungen auf den Gesamtwettbewerb des Betriebes. In Ostfriesland liege das Exportgeschäft bei etwa fünf Prozent, schätzte der Leiter der Betriebsberatung Helge Valentien (HWK).