Ostfriesland - Die Lage ist geprägt von Auftragseinbußen und Umsatzrückgängen. 43 Prozent der Betriebe verzeichnen sinkende Umsätze; jedes fünfte Unternehmen ist nicht einmal zur Hälfte ausgelastet. „Dies stellt einen traurigen negativen Höchstwert im Vergleich zu den Vorjahren dar“, so Frerichs.
Damit einhergehend zeigt sich ein Trend zu weiteren Preissteigerungen für handwerkliche Dienstleistungen und Produkte. 42 Prozent mussten ihre Preise anpassen. Das ist unter anderem den enorm gestiegenen Kosten im Einkauf geschuldet. „Erfreulich ist, dass das Handwerk sich als krisensicherer Arbeitgeber bewährt hat“, erklärte Frerichs.
18 Prozent der Firmen mussten Mitarbeiter entlassen
Insgesamt 82 Prozent der Firmen konnten ihre Mitarbeiter weiterhin in Lohn und Brot halten oder stellten neue ein. 18 Prozent mussten Personal entlassen. Mit Blick auf den Geschäftsklima-Index werden die Auswirkungen in der größten Krise der Nachkriegszeit deutlich. Waren im vergangenen Jahr insbesondere die Gewerbe für personenbezogene Dienstleistungen (Friseure, Kosmetiker, Fußpfleger, Fotografen) und andere Handwerker mit Ladengeschäften von den Lockdown-Phasen stark betroffen, ziehen sich jetzt die Folgen der Pandemie durch fast alle Gewerke. Es zeichnet sich jedoch ein differenziertes Bild ab. „Die Bauboom-Phase ist ungebrochen und treibt die Konjunktur an“, sagt Frerichs. Kunden müssen sich auf bis zu einem halben Jahr Wartezeit einstellen. Ebenso wie das Baugewerbe rechnen etwa die Maler, Elektroniker, Tischler oder Fliesenleger auch zukünftig mit einem hohen Auftragsvolumen.
Führte das Nahrungsmittelgewerbe vor einem Jahr noch die Wirtschaftslage an, hat sich das Blatt komplett gewendet. Mit den Schließungen der gastronomischen Bereiche und der Veranstaltungsverbote reihen sich Bäcker, Fleischer und Konditoren mit ihren angeschlossenen Cafés, Imbissen und Catering-Services in die unteren Ränge ein.
