Ostfriesland - Vorwiegend handele es sich um Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit oder in der eigenen Wohnung, sagt Ralf Klöker, Pressesprecher des Landkreises Wittmund. Auch Partys habe es schon gegeben. Bis zum 30. April hat der Landkreis Wittmund 23 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und davon 13 Bußgeldbescheide erlassen.
Das Niedersächsische Innenministerium verzeichnete in Niedersachsen bereits 433 Straftaten und 9.447 Ordnungswidrigkeiten (23. März bis 3. Mai) durch Verstöße gegen die Corona-Verordnung. Pascal Kübler vom Niedersächsischen Innenministerium weist darauf hin, dass die Datenbasis nicht abschließend ist, da die polizeilichen Ermittlungen vielfach noch andauern.
Deutlich mehr Verstöße gegen die Corona-Verordnung haben Landkreis und Polizei im Kreis Aurich festgestellt. Rund 190.000 Menschen leben im einwohnerstärksten Landkreis Ostfrieslands – mehr als dreimal so viele wie im Kreis Wittmund. Bis zum 30. April hat der Kreis Aurich 139 Verfahren eingeleitet und 12 Bußgeldbescheide verhängt. Die Polizei wolle den Bürgern die Kontaktbeschränkungen näherbringen und gehe mit einem gewissen Augenmaß vor, erklärt Jörg Mau, Sprecher der Polizeiinspektionen Aurich und Wittmund. „Dabei haben wir sowohl im allgemeinen Tagesgeschäft Verstöße festgestellt als auch durch gezielte Kontrollen.“ Neben den Bußgeldverfahren habe die Polizei Aurich/Wittmund bisher 19 Strafanzeigen einleiten müssen, sagt Mau. Straftaten sind schwerwiegendere Verstöße. Diese werden von der Staatsanwaltschaft bearbeitet.
Polizeikommissarin Heike Rogner, Foto: Polizei
