Pewsum/Greetsiel - Für Greetsiel will die Gemeinde Krummhörn nun einen Masterplan aufstellen, um der Entwicklung eine Richtung zu geben. Das beschloss der Gemeinderat jüngst auf Antrag der fbl mit zwei Gegenstimmen. Wobei niemand dem Anliegen der Antragsteller tatsächlich widersprochen hat – der Sinn eines solchen Plans aber leuchtete nicht allen ein.

„Es gibt eine wachsende Unzufriedenheit“, begründete Frank Schoof seitens der fbl den Antrag. Zu viele Fahrräder, zu viele Autos, zu viele Parkplätze und Probleme mit Schulwegen: Die Zahl der Problemstellen in Greetsiel. wachse ständig, erläuterte Schoof. Dafür Abhilfe zu schaffen, sei „eine übergreifende Planung nötig“. Es solle „schnellstmöglich ein fraktionsübergreifendes Gremium unter Beteiligung örtlicher Interessenvertreter aus Vereinen, Tourismus, Fischerei und Kirche sowie Verwaltungsfachleutender Gemeinde gegründet werden“, heißt es in dem Antrag. Ziele könnten unter anderem in der „Entlastung des Ortskerns und der Entzerrung und Entschleunigung der Besucherströme liegen“. Dazu solle eine Bauordnung zum Schutz „unserer Kultur und Lebensqualität“ geschaffen werden.

Der Antrag erhielt eine Absage von Enno Cornelius (KLG) – aber nicht einmal aus inhaltlicher Ablehnung. Sondern ein solcher Versuch sei sinnlos, meinte Cornelius: „Im Großen und Ganzen haben wir das schon versucht.“ Die Gemeinde sei aber bei verschiedenen Vorstößen nie weiter gekommen: „Das ist ein Papiertiger.“ Er stimmte gegen den Antrag.