Pewsum - Die Gesichter waren lang, die erste adventliche Vorfreude erloschen: In Pewsum sowie in Greetsiel werden pandemiebedingt auch 2022 keine Weihnachtsmärkte stattfinden. Ganz soll die Weihnachtszeit in Pewsum aber nicht unter die Corona-Räder kommen. Dafür hat der Heimatverein in den vergangenen Wochen und Monaten entsprechende Vorkehrungen getroffen.
Beleuchtete Mühle
Den Auftakt macht bereits Anfang des nächsten Monats die Pewsumer Mühle. Die bekannte Beleuchtung soll in diesem Jahr erstmals mit einem feierlichen Auftakt Licht in trübe Herbstabende bringen. Und das deutlich über Weihnachten hinaus. Angedacht ist, die Beleuchtung bis Ende Februar brennen zu lassen, „sodass wir die gesamte dunkle Jahreszeit den schönen Anblick an der Mühle haben“, erzählt Pressesprecherin Susanne Rongelraths. Die Idee zu der Verlängerung ist ihrem Ehemann, Detlef Meyer-Rongelraths, entsprungen, den Veranstaltungsnamen „Lücht an’ Peseme Möhl“ steuerte Archivar Petrus Meyer bei. „Es ist einfach schön, in der Adventszeit in Pewsum reinzufahren und die beleuchtete Mühle zu sehen.“ Nun soll am Freitag, 5. November, um 18 Uhr das Licht eingeschaltet werden. Bereits eine Stunde früher startet die Begleitveranstaltung. Für den Besuch gilt die 3G-Regel.
So soll die Pewsumer Mühle von Anfang November bis Ende Februar aussehen. Bild: privat
Der Nikolausumzug
Einen Monat später, am Sonntag, 5. Dezember, soll der traditionelle Nikolausumzug für die jüngsten Pewsumer wieder stattfinden. Eine Veranstaltung, die bereits seit mehr als 30 Jahren fester Bestandteil der Pewsumer Adventszeit ist, im vergangenen Jahr coronabedingt allerdings ausfallen musste. Weil der Umzug aber jedes Jahr „sehr sehr gut angenommen wird“, wie Rongelraths konstatiert, solle er in diesem Jahr wieder möglich werden. Zumindest mit Einschränkungen. Die anschließende Feier in der Mühlenscheune fällt aus. „Da würden wir völlig überrannt werden“, befürchtet Rongelraths. Das ließe sich 2021 realistischerweise nicht darstellen. „Aber immerhin bekommen die Kinder ihre Süßigkeiten.“ Dafür müssen sie sich am späten Nachmittag dem Tross von der Pewsumer Grundschule anschließen und mit zur Mühle auf der anderen Dorfseite laufen.
Freut sich, dass die Weihnachtssüßigkeiten für die Kinder beim Nikolaus-Umzug möglich sein werden: Heimatvereinssprecherin Susanne Rongelraths. Bild: Archiv
Der Weihnachtsmarkt
Den Pewsumer Weihnachtsmarkt am vierten Advent gibt es dieses Jahr nicht. Aber einen kleinen Bruder, die „Wiehnacht in’t Börgtuun“. Der findet am Samstag vor dem vierten Advent, 18. Dezember, statt und soll Weihnachtsstimmung in den Garten der Manningaburg zaubern. Von elf bis 18 Uhr solle es dort „im kleinen Rahmen“ gemütlich zugehen. Angedacht sind drei Buden. Für die Beschickung neben den obligatorischen Speisen und Getränken spricht der Verein zurzeit mit der Grundschule. Die Idee: Die Schüler basteln Weihnachtsdeko, der Verein verkauft sie und die Einnahmen fließen an die Schule. Für musikalische Untermalung sorge der Drehorgelspieler Heinz-Wilhelm Schnieders aus Aurich. Parallel werden Bäume mit Lichterketten geschmückt. Zusätzlich solle die Burgfassade bestrahlt werden. Auch für diese Veranstaltung werde die 3G-Regel gelten. Die Umsetzung erfolge wahrscheinlich über Kontrollen am Eingang. Kontrollen an den jeweiligen Ständen lehnt der Verein ab. „Das gibt viel zu viel Stau“, ist sich Rongelraths sicher. „Und wir wollen die weihnachtliche Atmosphäre ja schaffen – und nicht mit nerviger Wartezeit kaputt machen.“
