Pewsum - Die Krummhörner SPD bleibt hartnäckig. Sie wollen den innerörtlichen Verkehr in Pewsum stärker regulieren. Vor allem die Kreuzung Manningastraße/Möhlenhörn an der Pewsumer Mühle liegt aktuell im Blick der Sozialdemokraten. Viel Hoffnung kann Krummhörns Bürgermeister Frank Baumann (SPD) seinen Parteigenossen allerdings nicht machen.

Dabei ist sich der wiedergewählte Ratsherr Theodor Cirksena (SPD) sicher, dass an dieser Stelle entweder eine Fußgängerampel oder ein Zebrastreifen dringend notwendig ist. Nicht nur für Senioren und Fahrradfahrer, die an dieser Kreuzung die Straße überqueren wollen, sondern vor allem auch für Kinder auf dem Weg in Richtung IGS.

Denn die gelängen vor Schulbeginn oder nach Schulende immer wieder in Verkehrskonflikte mit Autofahrern, so Cirksena. „Ich sehe täglich, wie viel da los ist, wenn ich aus dem Küchenfenster schaue“, sagte Cirksena. Es ist nicht der erste Anlauf, den der Pewsumer unternimmt, um diese „unglückliche“ Kreuzung verkehrssicherer zu gestalten. Von mehreren Politikern, etwa vom scheidenden Ratsherr Helmut Roß (HaRo) erhielt Cirksena Zustimmung für seinen erneuten Vorstoß.

Viel Hoffnung gibt es trotz aller Hartnäckigkeit trotzdem nicht, sagt Bürgermeister Baumann. Denn es habe in der Vergangenheit bereits Verkehrszählungen gegeben und die hätten in beiden Fällen belegt, dass die Überquerungszahlen schlicht nicht ausreichen, um an dieser Kreuzung entweder eine Ampel oder einen Zebrastreifen zu installieren. Dazu käme, dass durch das angrenzende, im Entstehen befindliche Baugebiet „Zum Escherweg“ über eine Querungshilfe in Höhe des Woquarder Rings nachgedacht würde. „Aber so fahren die Schüler doch gar nicht“, konterte Cirksena postwendend.

Die Politik einigte sich auf einen erneuten Anlauf für Verkehrszählungen. Allerdings nicht kritiklos. Denn insbesondere der scheidende Ratsherr Enno Cornelius (KLG) machte seiner Frustration über die vermeintliche Sinnlosigkeit von Verkehrszählungen deutlich Luft. „Bei Zählungen ist man immer im Hintertreffen“, sagte Cornelius, „selbst wenn das Gefahrenpotenzial bei hoch drei liegt“. Er fände die Bürokratie in solchen Aspekten „ganz fürchterlich“.

Peter Saathoff
Peter Saathoff Emder Zeitung