Emden - Das Sanierungsgebiet Port Arthur/Transvaal/Südliche Ringstraße (Programm „Soziale Stadt“) hat seit Anfang März vorerst keinen Quartiersmanager mehr. Ronald Böhmer, der diese Tätigkeit seit November 2019 über das Emder Architekturbüro Nexxia ausgeübt hatte, ist zur Stadt Norden gewechselt. Dort ist der 45-Jährige nun im Fachdienst Stadtplanung und Bauaufsicht tätig.

Hingeworfen habe er nicht, versicherte Böhmer gegenüber unserer Redaktion. „Ich wollte mich schon länger beruflich verändern.“ Es sei also nicht so gewesen, dass seine Aufgaben über das mit der Stadt vereinbarte Pensum hinausgegangen wären, widersprach er anderslautenden Vermutungen. Weil er aber für Nexxia auch viele Bürgerbeteiligungsprogramme in ganz Ostfriesland - etwa die Dorferneuerung - begleitet habe, seien es am Ende einfach zu viele Projekte parallel gewesen, sagte der Diplom-Geograph. „Doch ich bin weder mit meinem Arbeitgeber, noch mit der Stadt im Streit auseinandergegangen.“ Für seinen Nachfolger habe er extra einen genauen Übergabebericht hinterlassen. Auch im Stadtteilbüro als Bürger-Anlaufstelle bei Fragen zur Sanierung oder Ideen für eigene Projekte entstehe kein Vakuum, versicherte Böhmer. Ansprechpartner seien dort weiterhin Gemeinwesenarbeiter Oliver van Grieken, Flüchtlingssozialarbeiter Ali Mustafa und Detlef Dunker als Erstberater für private Sanierungen.

Die Stadt Emden bestätigte auf Anfrage, dass die Zusammenarbeit mit Böhmer und Nexxia „rundum positiv“ gewesen sei. Das Architekturbüro habe die Stelle des Quartiersmanagers bereits neu ausgeschrieben. Dieser sei Bindeglied zwischen dem Stadtteil und der Verwaltung und daher nicht bei der Stadt angestellt.

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung