Ostfriesland - Der Jahreswechsel in Ostfriesland war aus Sicht der Polizei weitestgehend ruhig: Die Beamten der Polizeiinspektionen Emden/Leer und Aurich/Wittmund mussten immer wieder wegen Ruhestörungen, Sachbeschädigungen und Auseinandersetzungen ausrücken, größere Einsätze gab es aber nicht. Wie die Polizei Emden/Leer mitteilte, „musste der eine oder andere Nutzer von Feuerwerkskörpern durch die Einsatzkräfte auf den sachgemäßen Umgang hingewiesen werden.“
Dornumer Seniorin ruft Polizei unter falschem Namen
Das war auch in den Kreisen Wittmund und Aurich ein Thema in der Silvesternacht, wo es „wie in jedem Jahr Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern“ gab. Demnach machten sich vor allem Tierbesitzer Sorgen, dass die Knallgeräusche Panik auslösen würden. In einigen Fällen wurde dann die Polizei hinzugerufen, da eine Verständigung auf sachlicher Basis nicht mehr möglich war. In der Gemeinde Dornum war dies bei einer 72-jährigen Frau der Fall, wie die Inspektion Aurich/Wittmund mitteilt, denn diese „war nicht zu beruhigen und gab zweimal nacheinander falsche Personalien gegenüber den eingesetzten Beamten an.“ Gegen die Frau wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Trotz allem war es laut Polizei aber insgesamt ein friedlicher Jahreswechsel.
57-Jähriger zückt im Streit ein Messer
Im Bereich des Kommissariats Norden gab es zwischen Silvester und Neujahr einige Einsätze aufgrund von ausartenden Streitigkeiten, Körperverletzungen und Bedrohungen. In allen Fällen spielte demnach Alkoholeinfluss bei den Aggressoren eine Rolle. Am Samstagnachmittag gegen 15.50 Uhr geriet auf dem Marktplatz Norden ein alkoholisierter 57-Jähriger mit zwei weiteren Männern im Alter von 37 und 15 Jahren in Streit. Nachdem er zugeschlagen hatte, zückte der Mann auch noch ein Messer und bedrohte die Personen. Dies war nun für diese der Anlass, wiederum gemeinsam auf den Angreifer loszugehen. Als dieser sich entfernen wollte, folgten ihm die zuvor Angegriffenen und verletzten ihn bei einer weiteren Auseinandersetzung in der Westerstraße. Weitere Ermittlungen werden laut Polizei noch erforderlich sein, um alle Einzelheiten zu klären.
Betrunkene Fahrer in Aurich und Jemgum
In Jemgum griffen Beamte im Rahmen einer Verkehrskontrolle am frühen Sonntagmorgen gegen 0.40 Uhr in der Oberfletmer Straße einen 42-jährigen Fahrer auf, der erheblich alkoholisiert war.: Der Mann aus dem Raum Uslar hatte demnach einen Atemalkoholwert von 1,89 Promille bei einem Test vor Ort. Bei der weiteren Kontrolle konnte dann auch noch ermittelt werden, dass der Pkw-Führer keine Fahrerlaubnis hat. Die Weiterfahrt wurde dem Mann untersagt und eine Blutentnahme durchgeführt.
Ein betrunkener Fahrer ging am 1. Januar auch den Beamten in Aurich ins Netz: Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer hatte die Polizei demnach über einen unsicher wirkenden Pkw-Fahrer informiert. Um 7.15 wurde der 38-Jährige dann im Bereich des Schoolpads in Aurich-Popens aufgegriffen. Die Überprüfung ergab dann einen Atemalkoholwert von 1,7 Promille. Da an dem Pkw des Mannes Unfallschäden festgestellt wurden, wurde die mutmaßliche Fahrtstrecke hinsichtlich eines möglichen Unfallortes überprüft. Hierbei konnte ein beschädigtes Verkehrszeichen auf der Verkehrsinsel Hoheberger Weg/Einmündung Wallinghausener Straße festgestellt werden. Gegen den Mann wurden Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.
