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NWZonline.de Region Ostfriesland

Gemeinderatswahl im Südbrookmerland: FWG beendet Dominanz der SPD

14.09.2021

Südbrookmerland Thomas Erdwiens hat allen Grund zur Freude. Bei der Kommunalwahl in der Gemeinde Südbrookmerland zog er nicht nur zusammen mit dem parteilosen Einzelbewerber Stefan Hiller in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt, sondern sicherte sich mit der Freien Wählergemeinschaft bei der Gemeinderatswahl auch noch den Wahlsieg. Mit 36 Prozent der Stimmen beendete die FWG die SPD-Herrschaft im Südbrookmerland erstmals nach mehr als 50 Jahren. „Wir freuen uns sehr über das Ergebnis. Wir haben Geschichte geschrieben“, stellt Erdwiens klar. Die SPD holte bei der diesjährigen Gemeinderatswahl nur 33 Prozent der Stimmen gefolgt von der CDU mit 14 Prozent, den Grünen mit fünf Prozent, der FDP mit drei Prozent und den Linken mit zwei Prozent der abgegebenen Stimmen. Erwartet hatte Erdwiens das Ergebnis seiner Partei so nicht, aber gehofft. „Unsere Vorstandsriege hat die letzten Jahre so gute Arbeit geleistet. Jetzt endlich hat sich das auch bezahlt gemacht und wir wurden belohnt. Es gab gestern Abend Freudentränen im Vorstand“, berichtet der Stichwahlkandidat. Im Anschluss an das Wahlergebnis wurde natürlich ausgiebig gefeiert.

In Feierlaune dürfte Hange Ukena, Vorsitzender der SPD im Südbrookmerland, hingegen nicht gewesen sein. Seine Partei musste die größte Schlappe in der Geschichte hinnehmen: „Wir müssen das Ergebnis akzeptieren“, sagte Ukena. Aber leicht falle ihm das nicht. Die SPD in Südbrookmerland war im Landkreis Aurich die einzige, die nicht vom positiven Bundestrend profitierte – ganz im Gegenteil.

Den massiven Stimmenverlust führt Ukena aber nicht auf überregionale Geschehnisse zurück, sondern auf Fehlentscheidungen vor Ort. Zum einen sei es “unglücklich gelaufen“, dass Stefan Hiller aus der Partei ausgetreten ist, nachdem in einer internen Abstimmung Konke Wienekamp zum Bürgermeisterkandidaten gewählt wurde. Damit sei der SPD ein wichtiger Stimmengarant verloren gegangen und zu einem Konkurrenten geworden.

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Darüber hinaus habe die Bauamtsleiter-Affäre der SPD ebenfalls geschadet, resümiert Ukena. Insgesamt habe sich die SPD im Laufe der letzten Monate „mehrfach selbst geschadet“, hieß es.

Quelle: Votemanager.de

Am Montagabend wollten sich jeweils beide Fraktionen noch einmal zusammensetzen. Während es dann bei der FWG aber um das weitere Vorgehen im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt gehen wird, wird sich die SPD auf Fehlersuche begeben. Auch wird die Frage thematisiert, ob und wie sie sich künftig positionieren wollen. Ein Merkmal der zukünftigen Ausrichtung soll laut Ukena auf jeden Fall „mehr Bürgernähe“ sein. Womöglich werden sie damit auch nicht warten, bis in viereinhalb Jahren wieder die heiße Wahlkampfphase beginnt, sondern direkt nach der Wahl loslegen. “Das Ergebnis ist sehr, sehr bitter, aber wir müssen es nun besser machen“, so Ukena. Dafür haben sie jetzt noch fast fünf Jahre Zeit.

Annika Schmidt Redakteurin / Redaktion Aurich
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