Weener/Westoverledingen - Im kleinen Emsdorf Hilkenborg (Gemeinde Westoverledingen) hat jetzt der Abriss der teilzerstörten Friesenbrücke über die Ems begonnen. Damit wird der Weg für einen Rekord freigemacht. Bis Ende 2024 soll zwischen Westoverledingen und Weener die größte Hub-Dreh-Brücke Europas entstehen.
Warum muss die Friesenbrücke überhaupt neu gebaut werden?
Die fast 100 Jahre alte Klappbrücke über die Ems wurde im Dezember 2015 bei einem Unfall durch ein Frachtschiff so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden muss. Seitdem ist die Bahnstrecke zwischen Leer und Groningen unterbrochen. Es werden Ersatzbusse eingesetzt. Die Menschen aus den Dörfern an der Ems müssen Umwege in Kauf nehmen, um den Fluss zu überqueren.
Was passiert jetzt auf der Baustelle?
Nach Auskunft einer Bahnsprecherin werden zunächst auf Westoverledinger Seite die Gleise im Bereich der Brücke abgebaut. Zusätzlich wird ein Ponton zur Baustelle gebracht. Dieser wird für den Abriss des Überbaus benötigt. Bevor damit begonnen werden kann, wird der Ponton technisch ausgerüstet. Außerdem müssen ihr zufolge Vorbereitungen getroffen werden, um die Überbauten der Brücke mithilfe eines Schwimmkrans herausheben zu können.
Auf Westoverledinger Seite wurden bereits die alten Bahngleise abgebaut. Bild: Nils Thorweger
Was passiert mit dem Schrott?
Das wiederverwertbare Abbruchmaterial wurde über eine Auktion verkauft. Der Rest wird laut Bahn fachgerecht entsorgt. Das benötigte Material wird größtenteils über die Schiene in den Hafen Papenburg geliefert. Von dort werden die Materialien mit dem Schiff zur Baustelle gebracht. Auch die Entsorgung erfolgt über die Ems. So will die Bahn den Lastwagenverkehr auf ein Minimum reduzieren.
Wie funktioniert die Logistik?
Wie lange dauern die Abbrucharbeiten?
Laut Bahnsprecherin ist vorgesehen, die Brücke innerhalb der kommenden Monate abzubauen. Der komplette Rückbau soll im Mai 2022 abgeschlossen sein. Die Bahnsprecherin geht davon aus, dass mit dem Neubau direkt im Anschluss an den Abriss begonnen werden kann. Sie nennt das erste Halbjahr 2022 als Starttermin.
Geplant ist, dass die neue Friesenbrücke als sogenannte Hub-Dreh-Brücke errichtet wird. Insgesamt ist sie 337 Meter lang. Das Bauwerk wird mit einem 145 Meter langen, beweglichen Brückenteil ausgestattet.
Dies lässt sich über einen Drehpfeiler innerhalb weniger Minuten für große Schiffe öffnen. Die neue Brücke wird auch mit einem Fuß- und Radweg ausgestattet. Das Bauwerk wird nach Angaben der Bahn die größte Hub-Dreh-Brücke Europas sein. Die Planungen sehen vor, dass die neue Brücke spätestens Ende des Jahres 2024 eröffnet werden kann. Dann wird die Fahrtzeit für die Reisenden zwischen Groningen und Bremen auf weniger als zweieinhalb Stunden reduziert.
Wann wird mit dem Neubau der Friesenbrücke begonnen?
Auch die Betonschwellen wurden entfernt. Bild: Nils Thorweger
Wann fahren zwischen Leer und Groningen wieder Züge?
Was kostet das alles?
Die geschätzten Kosten für den Neubau sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Zunächst waren 66 Millionen Euro veranschlagt. Aktuell gehen die Schätzungen von 125 Millionen Euro aus. Finanziert wird der Neubau von Bund und Land Niedersachsen.
Was sagen die Menschen in der Region?
Vor allem in den direkt betroffenen Ortschaften auf Rheiderländer und Westoverledinger Seite der Ems ist man froh, dass die Bauarbeiten endlich beginnen. Der Weeneraner Bürgermeister Heiko Abbas (CDU) sagt dazu: „Endlich wird diese klaffende Wunde geschlossen. Es gibt schon eine gewisse Vorfreude auf eine der modernsten Eisenbahnbrücken Europas. Das wird ein technisches Highlight für unsere Region.“ Viele Pendler freuen sich zudem auf kürzere Wege. Die alte Friesenbrücke wurde vor ihrer Zerstörung gern von Fußgängern, Rad- und Mofafahrern genutzt.
Weener/Westoverledingen - Im kleinen Emsdorf Hilkenborg (Gemeinde Westoverledingen) hat jetzt der Abriss der teilzerstörten Friesenbrücke über die Ems begonnen. Damit wird der Weg für einen Rekord freigemacht. Bis Ende 2024 soll zwischen Westoverledingen und Weener die größte Hub-Dreh-Brücke Europas entstehen.
Warum muss die Friesenbrücke überhaupt neu gebaut werden?
Die fast 100 Jahre alte Klappbrücke über die Ems wurde im Dezember 2015 bei einem Unfall durch ein Frachtschiff so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden muss. Seitdem ist die Bahnstrecke zwischen Leer und Groningen unterbrochen. Es werden Ersatzbusse eingesetzt. Die Menschen aus den Dörfern an der Ems müssen Umwege in Kauf nehmen, um den Fluss zu überqueren.
Was passiert jetzt auf der Baustelle?
Nach Auskunft einer Bahnsprecherin werden zunächst auf Westoverledinger Seite die Gleise im Bereich der Brücke abgebaut. Zusätzlich wird ein Ponton zur Baustelle gebracht. Dieser wird für den Abriss des Überbaus benötigt. Bevor damit begonnen werden kann, wird der Ponton technisch ausgerüstet. Außerdem müssen ihr zufolge Vorbereitungen getroffen werden, um die Überbauten der Brücke mithilfe eines Schwimmkrans herausheben zu können.
Auf Westoverledinger Seite wurden bereits die alten Bahngleise abgebaut. Bild: Nils Thorweger
Was passiert mit dem Schrott?
Das wiederverwertbare Abbruchmaterial wurde über eine Auktion verkauft. Der Rest wird laut Bahn fachgerecht entsorgt. Das benötigte Material wird größtenteils über die Schiene in den Hafen Papenburg geliefert. Von dort werden die Materialien mit dem Schiff zur Baustelle gebracht. Auch die Entsorgung erfolgt über die Ems. So will die Bahn den Lastwagenverkehr auf ein Minimum reduzieren.
Wie funktioniert die Logistik?
Wie lange dauern die Abbrucharbeiten?
Laut Bahnsprecherin ist vorgesehen, die Brücke innerhalb der kommenden Monate abzubauen. Der komplette Rückbau soll im Mai 2022 abgeschlossen sein. Die Bahnsprecherin geht davon aus, dass mit dem Neubau direkt im Anschluss an den Abriss begonnen werden kann. Sie nennt das erste Halbjahr 2022 als Starttermin.
Geplant ist, dass die neue Friesenbrücke als sogenannte Hub-Dreh-Brücke errichtet wird. Insgesamt ist sie 337 Meter lang. Das Bauwerk wird mit einem 145 Meter langen, beweglichen Brückenteil ausgestattet.
Dies lässt sich über einen Drehpfeiler innerhalb weniger Minuten für große Schiffe öffnen. Die neue Brücke wird auch mit einem Fuß- und Radweg ausgestattet. Das Bauwerk wird nach Angaben der Bahn die größte Hub-Dreh-Brücke Europas sein. Die Planungen sehen vor, dass die neue Brücke spätestens Ende des Jahres 2024 eröffnet werden kann. Dann wird die Fahrtzeit für die Reisenden zwischen Groningen und Bremen auf weniger als zweieinhalb Stunden reduziert.
Wann wird mit dem Neubau der Friesenbrücke begonnen?
Auch die Betonschwellen wurden entfernt. Bild: Nils Thorweger
Wann fahren zwischen Leer und Groningen wieder Züge?
Was kostet das alles?
Die geschätzten Kosten für den Neubau sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Zunächst waren 66 Millionen Euro veranschlagt. Aktuell gehen die Schätzungen von 125 Millionen Euro aus. Finanziert wird der Neubau von Bund und Land Niedersachsen.
Was sagen die Menschen in der Region?
Vor allem in den direkt betroffenen Ortschaften auf Rheiderländer und Westoverledinger Seite der Ems ist man froh, dass die Bauarbeiten endlich beginnen. Der Weeneraner Bürgermeister Heiko Abbas (CDU) sagt dazu: „Endlich wird diese klaffende Wunde geschlossen. Es gibt schon eine gewisse Vorfreude auf eine der modernsten Eisenbahnbrücken Europas. Das wird ein technisches Highlight für unsere Region.“ Viele Pendler freuen sich zudem auf kürzere Wege. Die alte Friesenbrücke wurde vor ihrer Zerstörung gern von Fußgängern, Rad- und Mofafahrern genutzt.
