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Ermittlungen der Polizei dauern an Sind Feuer in Wirdum Teil einer Serie von Brandstiftungen?

In der vergangenen Woche wurde die Scheune des Bismarkshof in Wirdum in der Nacht auf Freitag durch ein Feuer zur Hälfte zerstört.

In der vergangenen Woche wurde die Scheune des Bismarkshof in Wirdum in der Nacht auf Freitag durch ein Feuer zur Hälfte zerstört.

Wirdum/Grimersum - Nach dem Brand einer Scheune und eines Carports an den beiden vergangenen Wochenenden im Brookmerlander Ortsteil Wirdum dauern die Ermittlungen zur Ursache an. Während sich Polizeisprecherin Wiebke Baden nicht zu den laufenden Ermittlungen in den beiden jüngsten Fällen äußern wollte, gab sie aber bekannt, dass die Polizei bei drei weiteren Bränden im Sommer in Wirdum und im benachbarten Grimersum in der Krummhörn inzwischen von Brandstiftung ausgeht. Ob die beiden aktuellen Fälle vom 17. und 22. Oktober Teil einer größeren Brandserie sind, dazu machte Baden keine Angaben.

Polizei geht von Brandstiftung aus

Klar ist aber, dass es seit Juli in Wirdum jeden Monat zu größeren Brandeinsätzen gekommen ist und bereits im Juni eine Biogasanlage in Grimersum durch Brandstiftung zerstört wurde. Dort waren am Abend des 9. Juni rund 70 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen, um den Großbrand zu löschen. Rund sechs Wochen später stand am 25. Juli in Wirdum ein Wohnwagen gegen 3 Uhr in Flammen, knapp zwei Wochen später wieder um kurz vor 3 Uhr der Dachstuhl einer Doppelhaushälfte im gleichen Ort.

Nur wenige Tage später startete die Polizei einen Zeugenaufruf, weil sie sowohl von Brandstiftung ausging als auch einen Zusammenhang aller drei Taten nicht ausschließen konnte. Allerdings dauern die Ermittlungen rund zwei Monate später weiter an, wie Baden auf Nachfrage mitteilte. Ob ein brennender Strohballen in der Nacht zum 5. September in Wirdum ebenfalls zu der möglichen Serie gehören könnte, ist aktuell ebenfalls unklar. Auch hier dauern die Ermittlungen an.

Die  Ermittlungen der Polizei zur Brandursache dauern derzeit noch an. Bild: Feuerwehr/Redenius

Die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache dauern derzeit noch an. Bild: Feuerwehr/Redenius

Für die Feuerwehr ist das Auftreten einer Reihe von Bränden indes nicht ungewöhnlich, wie der Feuerwehrsprecher der Brookmerlander Wehren, Carsten Redenius, sagte. „Es kommt immer wieder vor, dass wir ein erhöhtes Aufkommen von Bränden haben.“ Daraus irgendwelche Rückschlüsse zu ziehen, das sei nicht Aufgabe der Feuerwehr, sondern der Polizei.

„Wir werden nur zum Brandort gerufen und sind für den akuten Brandeinsatz zuständig“, so Redenius. Was die Ermittlungen ergeben, das erfahre die Wehr häufig erst über die Zeitung. „Wir bekommen da keine Rückmeldung.“ Um die Arbeit der Polizei nicht zu behindern, will sich die Wehr aber nicht zu den aktuellen Einsätzen äußern.

Brandkasse zahlt auch bei Brandstiftung

Für die Ostfriesische Brandkasse ist hingegen egal, ob es sich bei einem Feuer um Brandstiftung handelt oder nicht: „Wir handeln im Interesse des Kunden“, erklärte Sprecherin Signe Foetzki. Das heißt, sobald die Polizei einen Brandort freigibt, können die Sachverständigen mit ihrer Arbeit beginnen, „damit die Geschädigten so schnell wie möglich wieder ein Zuhause haben“. Ob die Brandopfer beim ostfriesischen Versicherer Kunde sind und zur möglichen Schadenssummen wollte sich die Brandkassensprecherin nicht äußern. „Das unterliegt dem Datenschutz“, so Foetzki.

Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)
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