Ovelgönne - „Bisher haben 103 Briefwähler ihre Stimme abgegeben. Bei der Bürgermeisterwahl am 23. Februar sind 277 Briefwähler registriert worden. Es ist also noch Luft nach oben.“ Anna Wernecke, Verwaltungsfachangestellte, steht im Bürgerbüro des Rathauses der Gemeinde Ovelgönne und präsentiert den Stimmzettel für den Bürgerentscheid am Sonntag, 16. November.
Rund 4530 Stimmberechtigte sind aufgerufen, über die zukünftige Erschließung des neuen Baugebiets „Hengstweide“ zu entschieden. Die Abstimmungsfrage lautet: Soll eine vorübergehende Zufahrtsstraße zum Neubaugebiet „Hengstweide“ errichtet werden, so dass die Spielstraße „Am Sportplatz“ von jeglichem Bauverkehr ausgenommen wird. Die Mehrheit der Stimmberechtigen und mindestens 25 Prozent müssten ihr Kreuz beim „Ja“ setzen, damit der Bürgerentscheid verbindlich wird.
25 Prozent erforderlich
Rückblick: Der Rat der Gemeinde Ovelgönne hatte sich in der Sitzung vom 15. April mehrheitlich gegen eine alternative Erschließung ausgesprochen. Die Mehrheitsgruppe CDU/FDP/Hübenthal setzte sich nach hitziger und kontrovers geführter Diskussion mit neun zu acht Stimmen gegen SPD/UWG/Grüne und Bürgermeister Christoph Hartz (parteilos) durch. Im Vorfeld der Abstimmung hatte Bauamtsleiter Holger Meyer die Planungen für vier alternative Baustraßen vorgestellt. Die Kosten für Bau- und Rückbau dieser Straßen lagen zwischen 90 000 und 190 000 Euro.
Die knappe Entscheidung im Rat führte dazu, dass ein Gruppe um Thomas Koch ein Bürgerbegehren startete und Unterschriften sammelte. Mehr als 600 Bürgerinnen sowie Bürger unterzeichneten und machten sich damit für eine alternativer Baustraße stark.
Listen überreicht
Die Listen wurden am 29. Juli an Bürgermeister Hartz übergeben. Sie wurden auf Richtigkeit überprüft und so wurde der Weg für den ersten Bürgerentscheid in der Flächengemeinde Ovelgönne frei gemacht – die NWZ berichtete ausführlich. Unterdessen sind die Erschließungsarbeiten im neuen Baugebiet weit vorangeschritten. Dennoch wird weiter heiß diskutiert, ob nicht ein alternative Baustraße die bessere Lösung ist.
Zur Erinnerung: Der Bebauungsplan für das Gebiet „Hengstweide“ wurde bereits im Jahr 2006 verabschiedet. Es stehen 50 Bauplätze zur Verfügung. Der Quadratmeterpreis wurde auf 59 Euro festgelegt.
