Ovelgönne - Mindestens drei Dinge haben Lara-Christin Hobbiesiefken, Rebecca Heitmann und Friederike Freese gemeinsam: Sie arbeiten in der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ in Ovelgönne, sie haben gerade erfolgreich die Zusatzqualifikation zum Elternbegleiter erworben, und sie stecken voller Energie.
„Unser großes Ziel ist der Aufbau eines Familienzentrums in Ovelgönne, am besten mit festen Sprech- und Beratungszeiten“, sagt Susanne Rehbock-Rolfs, Leiterin der Kita, bei der Vorstellung der Konzeption der Eltern- und Bildungsbegleitung in der Kita Ovelgönne. Rehbock-Rolfs freut sich, dass die drei Elternbegleiter mit ihrer Qualifikation zahlreiche neue Kompetenzen erworben haben. „Zudem sind die Drei die ersten Elternbegleiter in der gesamten Wesermarsch“, sagt sie im Gespräch mit der NWZ .
Die zukünftigen Aufgaben der Elternbegleiter sind umfassend und vielfältig: Sie sollen die Elternkompetenz stärken, Bildungsoptionen eröffnen, die Schulwahl begleiten, die Zusammenarbeit verbessern, eine innovative Familienbildung etablieren sowie neue Netzwerke einrichten.
„Bildung kostet Geld, ansonsten drohen hohe Folgekosten“, sagt Rebecca Heitmann. Sie weiß, dass in den skandinavischen Ländern wesentlich mehr in die Frühförderung investiert wird als in Deutschland. Die Erfolge der Skandinavier auf dem Bildungssektor sind hinlänglich bekannt, und die drei Elternbegleiter stellen in ihren Powerpoint-Präsentation fest, dass der Ausbau frühkindlicher Bildung einen enormen Nutzen haben kann – gesellschaftlich und wirtschaftlich. Bürgermeister Brückmann ist von den Ausführungen der drei jungen Frauen begeistert. Insgeheim träumt er schon von „skandinavischen Verhältnissen“ in Ovelgönne. Auf der Stelle hat er die drei ersten Elternbegleiter der Wesermarsch in die nächste Sitzung des Bildungsausschusses der Gemeinde eingeladen. Hier sollen die Zielsetzungen vorgestellt und später in die Tat umgesetzt werden. Dazu müssen allerdings noch Geldquellen erschlossen werden.
