Ovelgönne - Das neue Wohnbaugebiet Hengstweide in Ovelgönne wird über die Straße Am Sportplatz erschlossen. Dies hat der Rat der Gemeinde Ovelgönne in seiner 22. Sitzung entschieden.
Der Beschluss fiel nach einer zuvor hitzig und kontrovers geführten Diskussion denkbar knapp aus. Am Ende setzte sich die Mehrheitsgruppe CDU/FDP/Hübenthal mit neun Stimmen gegen acht Stimmen von SPD/Grüne, UWG und Bürgermeister Christoph Hartz durch.
Im neuen Baugebiet Hengstweide sollen in den kommenden Jahren 50 Bauplätze in drei Abschnitten erschlossen werden. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge gibt es zwölf interessierte Bauherren, die im Neubaugebiet Einfamilienhäuser errichten wollen. Im Vorfeld der Planungen war immer davon ausgegangen, das Baugebiet über die Straße Am Spotplatz zu erschließen. Doch seit Anfang des Jahres hatten Anlieger in Ovelgönne zunehmend Bedenken geäußert, dass eine Erschließung über die Straße Am Sportplatz nicht sinnvoll sei, weil diese zu erheblichen Belastungen und Schäden führen könnte.
Die Gemeindeverwaltung kümmerte sich daraufhin um eine alternative Erschließung über eine funktionale Baustraße, die von der Bahnhofstraße zur Hengstweide führen sollte.
Bauamtsleiter Holger Meyer stellte im Bauausschuss vier Alternativplanungen vor. Im Fachausschuss wurde die Abstimmung nach einer Sitzungsunterbrechung in den Rat verschoben. Dort fiel um 21.14 Uhr die Entscheidung, dass die Hengstweide über die Sportplatzstraße erschlossen wird.
Die Mehrheitsgruppe betonnte, dass man das Burgdorf mit dem neuen Baugebiet nach vorne bringen wolle. Erste Baumaßnahmen sollen noch im Sommer starten. Die damit verbundenen zusätzlichen Belastungen durch den Baustellenverkehr seien zumutbar, auch wenn die Bauarbeiten vermutlich etliche Jahre dauerten. Zudem dürften Baufahrzeuge die Sportplatzstraße nur in Schrittgeschwindigkeit passieren.
