OVELGöNNE - Im Zuge ihrer Gemeindeausbildung besuchten jetzt 35 Feuerwehrkameraden aus der Gemeinde Ovelgönne die Station des II. Oldenburgischen Deichbandes in Hobenbrake. Deichbandsvorsteher Leenert Cornelius referierte über den Deichbau früher und heute, die Aufgaben des Deichbandes, über Deichsicherung im Notfall sowie über die verheerende Sturmflut 1962.
An diesem am meisten gefährdeten Deichabschnitt Deutschlands am Jadebusen im Bereich der Gemeinden Jade, Stadland und Butjadingen müssen die Feuerwehren stets auf den Ernstfall vorbereitet sein, deshalb ist die Deichsicherung ein fester Bestandteil des Ausbildungsplans der Feuerwehren.
Im Jahre 1962 konnte während der schweren Sturmflut noch die Bundeswehr eingesetzt werden, die in näherer Umgebung stationiert war. Das ist heutzutage in dieser Form nicht mehr möglich.
In den vergangenen Jahre hat sich im Küstenschutz viel getan: Der Deich am Jadebusen wurde erhöht und verbreitert, und an den Schwachstellen, etwa zwischen Schweiburg und Sehestedt, wurden zusätzlich Spundwände zur Deichsicherung eingerammt.
2009 fand an diesem gefährdeten Deichabschnitt eine große Katastrophenschutzübung mit den Feuerwehren der umliegenden Gemeinden, der Kreisfeuerwehrbereitschaften Wesermarsch und Cloppenburg und des THW statt, bei der vor allem neue Einsatzmöglichkeiten geprobt wurden, beispielsweise das schnelle Befüllen der Sandsäcke mit Füllmaschinen oder der Einsatz von Kränen beim Transport der Säcke. In den zweieinhalb Stunden haben die Feuerwehrleute ihr Wissen im Bereich Deichsicherheit umfassend erweitern und auf den neuesten Stand bringen können.
Der Ovelgönner Gemeindeausbildungsleiter Harald Cordes hatte diese Informationsveranstaltung mit dem Oldenburgischen Deichband gut vorbereitet. Er dankte im Anschluss an das Treffen Leenert Cornelius und dessen Team für die hilfreichen Ausführungen.
