OVELGöNNE - Im Burgdorf sind die Entwicklungen am deutlichsten sichtbar. Veränderungen gibt es aber in allen Teilen der Gemeinde Ovelgönne.

von torsten wewer

OVELGÖNNE - Mit dem Brand des Wohn- und Geschäftshauses bei der Tankstelle in Barghorn beginnt das Jahr fast mit einer Katastrophe. Das Feuer greift erfreulicherweise nicht auf die Tankstelle über, aber die Familie verliert Hab und Gut. Der Sachschaden beträgt rund 250 000 Euro.

Weitere Katastrophenmeldungen bleiben dann aus, die erfreulichen Nachrichten überwiegen. So wird das Traditionshaus „Zum König von Griechenland“ in Ovelgönne im März wieder eröffnet. Und nur wenige Tage später öffnet nach erfolgtem Umbau auch das „Schwarze Roß“ in Ovelgönne wieder, das zwischenzeitlich „Bei Biedronka“ hieß. Damit sind die Leerstände im Burgdorf beseitigt.

Abgeschlossen wird auch die Planung für das Baugebiet „Erste Hengstweide“. Dies wird nach Einschätzung von Bürgermeister Thomas Brückmann für lange Zeit die letzte Ausweisung eines (neuen) Baugebietes in der Gemeinde sein.

Die positiven Entwicklungen im Burgdorf sind gute Voraussetzungen, um Anfang September unbeschwert den (376.) Pferdemarkt zu feiern. Die drei tollen Tage zeigen, dass die Veranstaltung nichts von ihrem Charme und Anziehungskraft über die Region hinaus verloren hat.

Weniger erfreulich für die Bewohner von Neustadt und Frieschenmoor ist eine neue Trassenvariante der geplanten Küstenautobahn A 22. Diese mögliche Trasse führt durchs Gebiet der Gemeinde Ovelgönne – bei den bisher bekannt gewordenen Linienführungen war die Gemeinde nicht oder kaum betroffen. Als Folge gründet sich im Februar eine Bürgerinitiative gegen die Autobahn – überwiegend finden sich „Betroffene“ aus Neustadt und Frieschenmoor in dieser Gruppierung zusammen.

Der Verbindungsweg zwischen Bahndamm und Angelkuhle bei Oldenbrok wird im Juli eingeweiht. Damit verbessert sich die touristische Infrastruktur in der Gemeinde. Neu konstituiert sich im August der Touristikverein. Mit neuem Namen und noch mehr Schwung wollen die Mitglieder verstärkt für die Gemeinde als Urlaubsziel werben.

Die Grundschule Großenmeer wird im September – leider nicht zum ersten Mal – von Vandalen heimgesucht. Zerstörungen und wüste Drohungen, an Hauswände geschmiert, haben ein nicht mehr hinnehmbares Maß erreicht. Verstärkte Polizeikontrollen und möglicherweise auch der Einsatz technischer Überwachungsmittel sollen der Zerstörungswut nun Einhalt bieten.

Die Landwirtschaftskammer zieht sich aus der Fläche zurück. Zum Jahresende werden die Räume in Ovelgönne aufgegeben.

Dafür kehrt ein längst vergessen geglaubtes Bauwerk zurück – wenn auch nur als Modell: Die Burg Ovelgönne (1514 bis 1677) wird im Dezember zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Künftig soll das Modell im Handwerksmuseum seinen Platz finden.

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NWZ/BRAKE/.6