OVELGöNNE - Um den Bedarf an Kinderbetreuung in der Gemeinde Ovelgönne verlässlich festzustellen, hat das Familienservicebüro einen Fragebogen an 580 Haushalte mit Kindern bis 14 Jahren versandt (die NWZ berichtete). 102 Fragebögen wurden zurückgesandt. Das entspricht einer Rücklaufquote von 18 Prozent.

Trotz dieser vergleichsweise geringen Rücklaufquote lassen die Antworten einige Rückschlüsse auf den Betreuungsbedarf zu. So haben beispielsweise 51 Prozent der Eltern mit Kindern unter drei Jahren ihre Interesse an einem Betreuungsplatz bekundet, allerdings einige davon nur an manchen Tagen. Die gewünschte „Kernbetreuungszeit“ liegt zwischen 7 und 17 Uhr.

26 Prozent der Eltern mit Kindern im Kindergarten haben den Wunsch nach zusätzliche Betreuung vor 8 Uhr geäußert und 42 Prozent den Wunsch nach Betreuung ihres Kindes bis 18 Uhr.

Eltern mit Kindern in der Grundschule wünschten zu 65 Prozent eine Nachmittagsbetreuung, Kernzeit wenigstens bis 16 Uhr. Bei den Eltern mit Kindern in weiterführenden Schulen sprachen sich sogar 59 Prozent für eine Ganztagsbetreuung aus.

65 Prozent der Eltern mit Kindern unter drei Jahren gaben an, arbeiten gehen zu wollen, wenn sie eine Betreuungsmöglichkeit für das Kind hätten. Bei den Eltern mit Kindern im Kindergarten äußerten 27 Prozent das Interesse an einer beruflichen Tätigkeit, sofern ihr Kind ausreichend betreut werde. Auch 26 Prozent der Eltern von Kindern in der Grundschule würden bei einer Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder arbeiten gehen.

Die Betreuung im eigenen Haushalt und die Betreuung durch eine Tagespflegeperson lehnte der überwiegende Teil der Eltern allerdings ab, stattdessen war die Betreuung in öffentlichen Einrichtungen gewünscht.

Immerhin 42 Prozent der Eltern äußerten den Wunsch nach einer Kinderbetreuung auch während der Schulferien.

Trotz der geringen Rücklaufquote der Fragebögen decken sich die Ergebnisse weitgehend mit den vom Landkreis ermittelten Bedarfszahlen für Betreuungsplätze. Der Landkreis hatte für 2008 insgesamt 21 Krippenplätze ermittelt, die Umfrage ergab den Bedarf von 19 Plätzen. Bei Kindertagesstätten lag die Kreis-Zahl bei 25, in der Umfrage wurden 30 Plätze festgestellt. Deutlich auseinander lagen die Zahlen beim Schulhort (Nachmittagsbetreuung): hier hatte der Landkreis einen Bedarf von 29 Plätzen ermittelt, die Umfrage ergab jedoch einen Bedarf von 47.

Eltern mit Kindern unter drei Jahren wünschten sich zudem sehr häufig eine Kleingruppe, die die Kinder zweimal in der Woche besuchen sollten.

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