OVELGÖNNE - Weiter in einem kritischen Zustand befindet sich das Mädchen, das am

Donnerstag von zwei Kampfhunden in Ovelgönne (Kreis Wesermarsch) angegriffen wurde (. . . mehr) .

Wie berichtet, war das Kleinkind aus der Gemeinde Berne bei einem Besuch bei seiner Patentante in Ovelgönne unvermittelt von zwei auf dem Grundstück frei herumlaufenden Pitbulls mehrfach gebissen worden. Dabei erlitt das Mädchen lebensgefährliche Verletzungen.

Thomas Brückmann, Bürgermeister der Gemeinde Ovelgönne, will an diesem Dienstag in einem Gespräch mit der Kreisverwaltung über Maßnahmen beraten, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden. „Das Problem sind nicht die Hunde, sondern die Halter“, sagt Brückmann.

Denkbar sind für den Verwaltungschef finanzielle Anreize – etwa über die Hundesteuer – oder Fortbildungsangebote für Hundehalter.

Die Gemeinde zieht zwar die Hundesteuer ein, für die Anmeldungen der Tiere ist jedoch der Landkreis Wesermarsch zuständig.

Allerdings würden dabei nicht automatisch alle Tiere und Hundehalter überprüft, erklärt die Sprecherin der Kreisverwaltung, Sabrina Bühnemann. „Seit dem Wegfall des Maulkorbzwangs 2003 werden wir nur nach Hinweisen aus der Bevölkerung tätig“, so Bühnemann weiter.

Vor der Beiß-Attacke seien die beiden Pitbulls nicht als auffällig bekannt gewesen. Bühnemann: „Es lag absolut nichts vor.“