Ovelgönne - Ein aufmerksames Publikum hatte Dr. Aschot Manutscharjan bei dem von der ländlichen Erwachsenenbildung LEB Wesermarsch im König von Griechenland in Ovelgönne veranstalteten Vortragsabend zum Thema „Konfliktherde im Nahen und Mittleren Osten“. Die Menschen wollen keinen Krieg, war eine Kernaussage des aus Berlin angereisten Publizisten, um dann aber auszuführen, weshalb es in der Region keinen Frieden gibt.
Die rasante Bevölkerungsentwicklung und infolge dessen schlechten Lebensverhältnisse waren Auslöser des Arabischen Frühlings. Gerade die Jugend fordert für sich eine Perspektive.
Die Sunniten in Saudi-Arabien und Schiiten im Iran stehen sich traditionell feindlich gegenüber. Die Großmächte USA und Russland mischen dort kräftig mit, wo sie sich Vorteile im Ölgeschäft versprechen. Kriege werden mit nicht überprüfbaren Bildern und Nachrichten angefacht und Verbündete auch mal gewechselt. Riesige Waffenexporte in diese Krisenregion stellen einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor auch für Deutschland dar.
Geschätzt 15 Millionen Flüchtlinge in Lagern sind die Folge dieser Auseinandersetzungen. Diesen Menschen vor Ort zu helfen und ihnen in ihrer Heimat ein Leben zu ermöglichen, sollte eine dringliche Aufgabe sein, war der abschließende Appell des Referenten.
