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Parken Schokolade statt Knöllchen - Ordnungsamt belohnt Autofahrer

Wer in Giengen an der Brenz richtig parkt, der bekommt eine süße Belohnung.

Wer in Giengen an der Brenz richtig parkt, der bekommt eine süße Belohnung.

Jason Tschepljakow/dpa

Giengen an der Brenz (dpa) - Wenn Sandra Wendt und Dennis Incalcaterra dick eingepackt in ihren Jacken, auf denen «Ordnungsamt» steht, durch das baden-württembergische Giengen an der Brenz laufen, ernten sie schon mal böse Blicke. Zurzeit lösen die sich aber schnell in ein herzliches Lachen auf. Denn sie verteilen in der Adventszeit Schokolade an Richtigparker.

«Ich war jetzt mal positiv überrascht und sehr erfreut, dass man hier kein Knöllchen kriegt», sagt etwa Marco Valentini. Er hat richtig geparkt und einen Adventsgruß samt Schokoladenstück an der Windschutzscheibe seines Autos gefunden. «Die können gern Ostern wiederkommen und Hasen verteilen», ergänzt er und lacht. So habe er mal eine ganz andere Seite vom Ordnungsamt gesehen.

Positives Feedback

Auch deswegen gebe es die Aktion, sagt Oberbürgermeister Dieter Henle. «Wir wollen den Menschen in der Adventszeit zeigen, dass auch unser Ordnungsdienst mal fünfe gerade sein lässt und sechse krumm», sagt er. Ob sich das Parkverhalten der Menschen durch die Aktion ändert, kann Henle nicht sagen - die Stadt führe keine Statistik darüber, aber das Feedback sei positiv.

Zum ersten Mal gab es die süßen Knöllchen laut Henle 2018, in den Pandemiejahren wurde pausiert. Rund 20 Euro kostet das süße Knöllchen die Stadt dem Oberbürgermeister zufolge, die Schokoladenstückchen spendet er privat.

Aktionen auch in anderen Städten

Allein ist die Stadt mit der Idee nicht. Auch andere Städte verteilen süße Knöllchen etwa in der Weihnachtszeit oder um Ostern. Wendt und Incalcaterra schaffen in Giengen rund 1000 Lobes-Knöllchen in der Aktionswoche. Aber es gibt in der Zeit auch weiterhin das bittere Pendant, wenn jemand nicht ordnungsgemäß parkt.

«Einmal im Jahr ist es ok, Schokolade zu verteilen», findet Ordnungsamtsmitarbeiter Incalcaterra. «Ansonsten gilt: nicht verwarnt ist gelobt genug.» Das sieht auch seine Kollegin Wendt so. «Man sollte sich an die Straßenverkehrsordnung einfach halten.»

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