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NWZonline.de Nachrichten Panorama

30-Jähriger soll eigene Mutter getötet haben

17.07.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-07-17T08:20:19Z 280 158

Familiendrama In Lübeck:
30-Jähriger soll eigene Mutter getötet haben

Lübeck Bei einem Familiendrama in Lübeck soll ein Mann seine Mutter getötet und seine Großmutter lebensgefährlich verletzt haben. Das Amtsgericht Lübeck erließ Haftbefehl unter anderem wegen Totschlags gegen den 30-Jährigen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Mann steht im Verdacht, die beiden 51 und 78 Jahre alten Frauen am späten Freitagabend mit einem Messer angegriffen haben.

Auch die vorläufige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sei geprüft worden, sagte die Pressesprecherin der Lübecker Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwältin Ulla Hingst, am Sonntag. Allerdings habe der Amtsarzt bei der Begutachtung des Beschuldigten keine Anzeichen einer psychiatrischen Erkrankung gesehen. Diese wäre aber Voraussetzung für eine Unterbringung.

Die Großmutter war am Samstagabend noch in Lebensgefahr. Die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft hatte bis Sonntagmittag keine neuen Erkenntnisse über den Zustand der Frau. Auch Motiv und die Hintergründe der Tat waren weiterhin unklar. Der Beschuldigte habe angegeben, dass es Streit zwischen ihm und seiner Mutter gegeben habe. An die Tat selbst habe er aber keine Erinnerung.

Die beiden Opfer wohnten den Angaben zufolge gemeinsam mit ihren Ehemännern in einem Haus, der 30-Jährige lebte nicht dort. Zum Zeitpunkt der Attacke waren die Ehemänner nicht zu Hause. Die Mutter des Tatverdächtigen starb noch am Tatort, die Großmutter wurde nach einer notärztlichen Behandlung in eine Lübecker Klinik gebracht. Der 30-Jährige wurde noch am Tatort festgenommen. Er erlitt den Angaben zufolge leichte Verletzungen.

„Die Ermittlungen werden mit Hochdruck fortgeführt“, sagte Hingst. Es stehen unter anderem weitere Auswertungen der gesicherten Spuren und die Erstellung eines rechtsmedizinischen Gutachtens an.

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