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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Abschied von Bayerns König der Herzen

24.01.2005

MüNCHEN MÜNCHEN/DPA/AP - Letztes Geleit für eine Kultfigur: Rund 15 000 Menschen haben am Sonnabend an den Trauerfeierlichkeiten für den ermordeten Modemacher Rudolph Moshammer in München teilgenommen. Bei Schneetreiben und eisigem Wind geleiteten Freunde und Fans den mit einem Meer von weißen Blumen geschmückten Mahagonisarg auf dem Ostfriedhof zur letzten Ruhestätte. Auch am Sonntag versammelten sich hunderte Schaulustige und Trauergäste an dem Mausoleum, in dem Moshammer an der Seite seiner 1993 gestorbenen Mutter Else bestattet wurde.

Moshammer war am 14. Januar erdrosselt worden. Laut „Focus“ hatte der 25-jährige Iraker in einem Ausbildungslager als kurdischer Nahkämpfer das Töten gelernt.

Rund 350 geladene Gäste besuchten nach Schätzung der Polizei die Trauerfeier in der Allerheiligen-Hofkirche. Unter den Trauergästen waren Roberto Blanco, Ottfried Fischer und Patrick Lindner. Der Haupterbe, Moshammers langjähriger Geschäftspartner Walter Käßmeyer, nahm nicht an den Feierlichkeiten teil. Er wolle lieber in Stille Abschied nehmen, sagte Moshammers Leibwächter Werner Wittek.

Hunderte Menschen verfolgten bei der kirchlichen Trauerfeier die Predigt draußen – hinter dem früheren Gotteshaus der bayerischen Könige – auf einer Leinwand. „Wir wollten Moshammer persönlich die letzte Ehre erweisen“, sagte ein Ehepaar aus München. Eine Frau, die aus Ingolstadt angereist war, meinte: „Moshammer fehlt uns.“ Er habe viel Gutes getan und habe sich mit Arm und Reich gut verstanden. Ihre Freundin fügte hinzu: „Er war was Besonderes: der bayerische König der Herzen.“ Anstelle eines Leichen

schmauses gab es nach der Beerdigung eine Brotzeit für mehrere hundert Obdachlose mit Leberkäse und Kartoffelsalat.

Tausende Menschen säumten den Weg des Trauerzuges von der Kirche zum Friedhof. An Moshammers Boutique „Carnaval de Venise“ in der Maximilianstraße stoppte der Konvoi für eine Schweigeminute. Allein dort warteten rund 10 000 Menschen, um durch die Scheiben des Leichenwagens einen Blick auf den mit weißen Lilien und Rosen sowie roten Nelken geschmückten Sarg zu werfen. Dem Sarg folgte auch der langjähriger Chauffeur des Modemachers mit Hundedame Daisy auf dem Arm.

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