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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Hätte Edda versteigert werden müssen?

03.03.2019

Ahlen Die westfälische Stadt Ahlen gerät wegen ihrer Pfändung eines Mopses immer stärker unter Druck. Eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Innenministeriums sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag): „Um Geldforderungen einzutreiben, können zwar auch Tiere gepfändet werden, Haustiere jedoch grundsätzlich nicht.“ Nur in Ausnahmefällen könnte ein Vollstreckungsgericht auf Antrag des Vollstreckungsgläubigers eine Pfändung des Haustieres zulassen.

Mops „Edda“ war gepfändet worden, weil die betroffene Familie nach Angaben der Stadt bei der Kommune hohe Schulden hat. Ein städtischer Mitarbeiter hatte den Hund über seinen privaten Ebay-Account verkauft und diesen als gesund und „mit Stammbaum“ für 750 Euro angepriesen. Das Thema sorgt seit Tagen - auch international - für Schlagzeilen.

Offenbar hätte der Hund auch nicht auf dem privaten Ebay-Account angeboten werden dürfen. „Gepfändete Sachen sind auf schriftliche Anordnung der kommunalen Vollstreckungsbehörde öffentlich zu versteigern“, sagte die Sprecherin der Zeitung. Dafür gebe es bestimmte Formalien wie Fristen, öffentliche Bekanntmachung und Mindestgebote. Das Anbieten eines gepfändeten Tieres auf einem privaten Ebay-Account erfülle diese Voraussetzungen nicht.

Zahlreiche Medien hatten über den Vorfall berichtet, der sogar international für Schlagzeilen sorgte und der Stadt massive Kritik einbrachte. „So etwas habe ich in meinen 16 Jahren als Mops-Züchterin noch nie erlebt, ein unglaubliches Verhalten“, sagte Uschi Dukowski am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Das Tier sei auch ihr von einem Vollzugsbeamten der Stadt angeboten worden. „Ich habe aber auf den Fotos sofort gesehen, dass mit den Augen etwas nicht stimmt.“ Die Hündin stamme ursprünglich aus ihrer Zucht in Lünen und sei rund anderthalb Jahre alt.

Die neue Besitzerin sieht sich getäuscht, der als gesund angepriesene Hund habe wegen einer Augenverletzung mehrere teure Operationen gebraucht. Ihr Anwalt habe „Strafanzeige wegen Betrugsverdacht gegen die Stadt Ahlen“ gestellt, zitierte das „Ahlener Tageblatt/Die Glocke“ (AT) (online) die Mops-Käuferin aus Wülfrath bei Wuppertal. Viele Leser hätten sich gemeldet, um der Familie, aus der die gut anderthalb Jahre alte „Edda“ gepfändet worden war, zu helfen, den Hund wieder zurückzubekommen. Laut AT will die Wülfratherin die junge Mops-Dame aber mit dem „Segen der Ahlener Familie“ behalten.

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