Ascheberg - Nach seiner Zerstörungsfahrt mit einem Trecker hat das Kreisgesundheitsamt einen Bauern in Schleswig-Holstein in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Die Ermittlungsbehörden gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus, wie der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler am Freitag sagte. Hinzu kämen Widerstand gegen Polizeibeamte sowie mehrere Straßenverkehrsdelikte.
Mitarbeiter des Behörde in Plön und weitere Arbeiter einer Fachfirma hatten auf dem Bauernhof unter Polizeischutz 22 Rinder des Betriebs untersucht und teilweise mit Ohrmarken registriert. Der Tierhalter hatte nach Informationen der „Kieler Nachrichten“ behördliche Aufforderungen, dies selbst zu tun oder zu veranlassen, mehrfach ignoriert.
Da der Landwirt bereits „durch gewalttätige Übergriffe bei vorangegangenen ähnlichen Einsätzen“ bekannt gewesen sei, habe man „mit einigen Schwierigkeiten gerechnet und die Maßnahme im Vorwege geplant und mit der Polizei abgestimmt“, sagte der Sprecher des Kreises Plön, Hendrik Schwinghammer, den „Kieler Nachrichten“. Die Veterinäre seien von neun Polizeibeamten begleitet worden.
Insgesamt habe er fünf Polizeifahrzeuge, zwei Fahrzeuge von Veterinären, zwei Firmenfahrzeuge und einen Privatwagen zerstört, sagte ein Polizeisprecher. Bei der Festnahme wehrte sich der Bauer nach Angaben der Polizei heftig. Er und ein Polizist erlitten Verletzungen. Beide wurden in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Ein Polizeiwagen landete auf dem Dach.
