AMSTETTEN - Die Kinder Kerstin (19), Stefan (18), Lisa (15), Monika (14), Alexander (12) und Felix (5) des Inzest-Täters Josef Fritzl werden möglicherweise von Amtswegen eine neue Identität erhalten. Damit solle ihnen eine geordnete Zukunft ohne ständige Verfolgung durch die Medien ermöglicht werden. Dies betonte der Bezirksvorsteher der niederösterreichischen Kleinstadt Amstetten, Hans-Heinz Lenze, am Dienstag in der ORF-Nachrichtensendung „Zeit im Bild“.

Zurzeit werde „im Einvernehmen mit der Familie nach einer Lösung gesucht“, sagte er. Man müsse sich aber erst „mit dem Gedanken vertraut machen, dass wir eine Namensänderung herbeiführen“. Ob dies auch für die in dem Kellerverlies gefangen gehaltene älteste Tochter Elisabeth (42) gilt, sagte Lenze nicht.

Der Bezirkspolitiker betonte, dass die drei bislang verheimlichten Kinder nicht standesamtlich registriert und damit „noch nicht einmal österreichische Staatsbürger“ seien. Dies sei allerdings nur eine Formalie.

Wichtiger sei es jetzt, sich Gedanken über die schulische Ausbildung der drei Kinder zu machen, die ihr ganzes bisheriges Leben in dem Kellerverlies eingesperrt waren.