Bochum/Bremen - Ein angeblicher Exorzist aus Herten soll einer schwangeren Bremerin eingeredet haben, dass sie den Teufel im Körper trage. Seit Donnerstag beschäftigt der Fall das Landgericht Bochum. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 47-Jährige die Frau im September 2014 in einen „magischen Raum“ gesperrt und erst nach Zahlung von 1700 Euro wieder freigelassen hat. Die Anklage lautet auf Freiheitsberaubung und Erpressung.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Er sei kein Teufelsaustreiber. Es handele sich um eine Rache-Aktion einer Kredit-Mafia, weil er mit Rückzahlungen in Schwierigkeiten geraten sei. Die Frau ist noch nicht als Zeugin gehört worden. Ihr Anwalt sagte: „Sie hat wirklich gedacht, dass sie einen Affen gebären könnte.“