ATHEN - Die Waldbrände in Griechenland sind am Donnerstag unter Kontrolle gebracht und weitgehend gelöscht worden. Die Feuergefahr bleibe jedoch hoch – besonders in den Gebirgsregionen im Westen der Halbinsel Peloponnes, teilte die Feuerwehr mit. Die Bundeswehr verlängert wegen der weiter angespannten Situation ihren Einsatz im Katastrophengebiet.
EU-Regionalkommissarin Danuta Hübner will an diesem Freitag von den Waldbränden betroffene Gebiete besuchen. „Die Kommission ist bereit, Griechenland mit allen möglichen technischen, rechtlichen und finanziellen Mitteln zu unterstützen“, sagte Hübner in Brüssel. Der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis kündigte an, seine Regierung werde den Wiederaufbau aller verbrannten Häuser finanzieren. Die Aktion Soforthilfe für die Brand-Geschädigten wurde am Donnerstag fortgesetzt. Die Gelder stammen aus dem Haushalt, hinzu kommen Spenden in
Millionenhöhe – unter anderem von den rund 3,5 Millionen im Ausland lebenden Griechen.
Tausende Geschädigte strömten in die Banken, um die Sonderfinanzhilfe von jeweils 3000 Euro zu erhalten. In der Stadt Pyrgos im Westen der Peloponnes bildeten sich erneut lange Warteschlangen. In einigen Fällen versuchten „Gewissenlose“, wie der griechische Finanzminister Giorgos Alogiskoufis sie nannte, das Geld zu kassieren, obwohl sie aus anderen Regionen des Landes stammen. Vier Personen wurden festgenommen.
