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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Viele Tote durch Waldbrände

25.07.2018

Athen /Nienburg /Särna Die Regierung spricht von einer „nationalen Tragödie“, Polizei und Feuerwehr nennen es das „schlimmste mögliche Szenario“. Selbst diese dramatischen Worte können das Grauen kaum fassen nach den verheerenden Waldbränden im dicht bewohnten Feriengebiet im Osten und Westen Athens. Mindestens 74 Menschen kamen in den Flammen ums Leben, viele von ihnen verbrannten bei lebendigem Leibe.

Und das ist nur eine vorläufige Bilanz – Dutzende Menschen wurden am Dienstagvormittag noch vermisst. Ein riesiges Gebiet von gut 40 Quadratkilometern wurde zerstört. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Die meisten Brände konnten am Dienstag unter Kontrolle gebracht werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Ministerpräsidenten des Landes, Alexis Tsipras, ihr Mitgefühl ausgesprochen. „Das Leid der betroffenen Menschen berührt uns alle“, schrieb die Kanzlerin nach Angaben der Bundesregierung am Dienstag in einem Kondolenztelegramm an Tsipras. „Den Verletzten wünschen wir eine baldige Genesung.“ Merkel sicherte Tsipras die Solidarität Deutschlands zu. Tsipras rief am Dienstagmittag eine dreitägige Staatstrauer aus und versprach, das „Was“ und „Warum“ der Katastrophe aufzuklären.

Unterdessen haben die 53 Feuerwehrleute aus dem niedersächsischen Nienburg am Dienstag zum ersten Mal gegen die verheerenden Waldbrände in Schweden angekämpft. Martin Voß, im schwedischen Ort Särna Gesamteinsatzleiter der Helfer aus Nienburg, sprach gegenüber dieser Zeitung von einem überwältigenden Empfang in Schweden und Gänsehautmomenten. „Schon auf der Autobahn wurden wir hupend begrüßt, machten die Leute die Fenster runter und streckten den Daumen nach oben. Auf der Raststätte haben manche schwedische Autofahrer Fotos mit uns gemacht, wir haben schon bei der Ankunft eine große Dankbarkeit erlebt“, berichtete der 34-jährige Einsatzleiter aus Lehrte bei Hannover, der hauptamtlich als Ausbilder an der Landesfeuerwehrschule Celle tätig ist.

Auch die Arbeit und das Camp vor Ort seien von den Schweden „bestens organisiert“. Der Kampf gegen die Flammen auf einem etwa 3000 Hektar großen Waldgebiet, auf einer Fläche von mehr als 4000 Fußballfeldern also, gestalte sich indes schwierig. Das Gebiet sei nicht nur sehr weitläufig, sondern auch schlecht erschlossen und entsprechend schwierig zugänglich, sagte Voß, nachdem er sich aus dem Hubschrauber einen Überblick über die aktuelle Lage verschafft habe. Geplant ist der Hilfseinsatz der Nienburger Feuerwehrleute laut Voß zunächst für eine Woche.

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