ATTENDORN - Der Mord an einer 31-Jährigen bei Attendorn und der Fund einer männlichen Leiche wenige Stunden später geben der Polizei im Sauerland weiter Rätsel auf. Nach ersten Ermittlungen der Tat vom Sonntagabend kannten Opfer und mutmaßlicher Täter sich und hatten Kontakt per SMS. „Wir wissen aber nicht, ob es sich um eine klassische Beziehungstat handelt“, sagte Staatsanwalt Henry Roth aus Siegen am Montag.
Der Mann und die Frau hatten sich am Sonntagabend auf einem Wirtschaftsweg neben einer Landstraße getroffen und waren offenbar in Streit geraten. Vor den Augen vorbeifahrender Zeugen schoss der 38-Jährige die aus Attendorn stammende Frau nieder. Einige Stunden später wurde in einem nahe gelegenen Waldstück die Leiche des 38-Jährigen aus Köln entdeckt. Der Mann war nach ersten Erkenntnissen der Ermittler nach den Schüssen geflüchtet und hatte sich selbst in die Schläfe geschossen.
Der Hintergrund des Mordes an der Frau ist laut Staatsanwaltschaft noch unklar. Das Opfer sei in den Rücken getroffen worden.
