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Sturmwarnung An Karneval Auch Düsseldorf sagt Rosenmontagszug ab

Düsseldorf - Nach der Absage der Rosenmontagszüge wegen einer Sturmwarnung in Mainz und Münster ist auch der Düsseldorfer Rosenmontagszug abgesagt worden. Das teilte der Pressesprecher des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC) am Montagmorgen mit. Man suche schnellstmöglich nach einem Ersatztermin. Das Sicherheitskonzept des Düsseldorfer Rosenmontagszugs sah vor, dass der Zug ab Windstärke 8 abgesagt werden muss.

Die politischen Mottowagen sollen trotz der Absage des Rosenmontagszuges in Düsseldorf zumindest vor dem Rathaus auffahren. Ab 10 Uhr sollen sie zu sehen sein, wie Oberbürgermeister Thomas Geisel am Montagmorgen ankündigte. Von dieser Uhrzeit an sollte das Wetter dies erlauben.

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Trotz eines Sturmtiefs hat sich am Montagvormittag pünktlich um 10 Uhr der Kölner Rosenmontagszug in Bewegung gesetzt. Die beiden anderen großen Hochburgen Düsseldorf und Mainz sowie eine Reihe weiterer Städte hatten ihre Züge zuvor wegen des widrigen Wetters abgesagt. Der Kölner Zugleiter Christoph Kuckelkorn erklärte dagegen: „Los geht“s!“ Man werde sich das Feiern auch vom Wetter nicht vermiesen lassen. Allerdings ist der Kölner Zug abgespeckt - die normalerweise üblichen 500 Pferde laufen nicht mit. Die großen Persiflagewagen sind aber alle mit dabei. Der Kölner Rosenmontagszug ist der größte in Deutschland.

Auch die Rosenmontagszüge in Bonn und Aachen finden den Veranstaltern zufolge trotz der Sturmwarnungen wie geplant statt. „Wir fahren“, bestätigte Axel Wolf, Zugleiter beim Festausschuss Bonner Karneval, am Montag. Gegebenenfalls werde man höchstens auf den Einsatz von Reitpferden verzichten. Man rechne trotz des regnerischen Wetters mit circa 200 000 Zuschauern. Auch in Aachen wird es einen Rosenmontagszug geben, wie der Festausschuss Aachener Karneval bestätigte.

Die ersten Ausläufer des Karnevals-Sturmtiefs „Ruzica“ haben den Westen Nordrhein-Westfalens erreicht. Im Münsterland seien die ersten Böen mit Windstärke 8 gemessen worden, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdiensts am Montagmorgen. Bei Aachen an der belgischen Grenze sei der Wind zum Teil sogar noch stärker. Am Der Wetterdienst warnte für den Morgen vor Windgeschwindigkeiten zwischen 75 und 80 Kilometern pro Stunde. Später seien Böen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde zu erwarten. Für das Sauerland besteht eine Unwetterwarnung für Böen von bis zu 120 Stundenkilometern.

Weitere Ausfälle

Auch der zentrale Essener Rosenmontagszug im Stadtteil Rüttenscheid fällt wegen des drohenden Unwetters aus. „Wir haben uns schweren Herzens dazu entschieden“, sagte der Erste Vorsitzende des Festkomitees Essener Karneval, Volker Sassen, am Montag. Bei Windstärke 6 müsse diese Entscheidung in Essen getroffen werden. Die Prognosen gingen aber von Stärke 10 aus. Unklar sei, ob der Zug komplett abgesagt oder zum Beispiel in den Sommer verschoben werde. „Aber ein Rosenmontagszug, der kann eigentlich auch nur an einem Rosenmontag stattfinden“, sagte Sassen. Es waren 80 000 Zuschauer erwartet worden. Zuvor war in Essen bereits der Traditionszug im Stadtteil Kupferdreh abgeblasen worden.

Auch der Rosenmontagszug in Recklinghausen fällt wegen der heftiger werdenden Sturmböen aus. Das teilte die Stadt am Montagmorgen mit. Im vergangenen Jahr waren rund 100 000 Menschen zum Zug nach Recklinghausen gekommen.

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Der Mainzer Carneval Verein (MCV) hatte am Sonntagabend entschieden, den Zug abzusagen. Kurz darauf folgte die Absage aus Münster. Es sei unverantwortlich, den Zug bei einer vorhergesagten Windstärke von 8 oder gar 9 laufen zu lassen, sagte der Vizepräsident vom Bürgerausschuss Münsterscher Karneval, Helge Nieswandt, am Sonntagabend. Zuvor hatten bereits Duisburg, Hagen, das sauerländische Wenden und ein Essener Stadtteil ihre Rosenmontagszüge aus Sicherheitsgründen abgeblasen.

Nach der Absage in Mainz planen einige Fastnachtsgarden einen kleinen Musikumzug. Die „Mutter aller Garden“ organisiere ab 13.11 Uhr zusammen mit anderen Garden einen Zug durch die Mainzer Altstadt, teilte der Ehren-Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde, Johannes Gerster, am Montagmorgen mit. Zuvor werde sich die Garde in ihrem „Feldlager“ im Erbacher Hof zu einem zünftigen Frühstück versammeln. Die „echten Idealisten der Määnzer Fassenacht“ wollten trotz Sturmwarnung und Absage des Zuges auf ihre Weise Rosenmontag feiern. Auch in Stadtteilen wie Mombach und Weisenau luden einzelne Fastnachtsvereine zu Festen ein.

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Trotz der Absage des Mainzer Rosenmontagszuges stellt sich die Polizei auf zahlreiche feiernde Besucher in der Stadt ein. Man werde mit starken Kräften vor Ort sein, sagte ein Sprecher am Sonntagabend. Vor der Absage hatte die Polizei geplant, den traditionellen Zug und die erwarteten mehreren hunderttausend Besucher mit rund 1100 Einsatzkräften zu sichern. Der Einsatz werde trotz der Absage stattfinden, sagte der Polizeisprecher, mit wie vielen Kräften, stehe allerdings noch nicht fest.

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