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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Ausbrecher mit Taxi abgeholt

03.12.2009

AACHEN Beim Ausbruch der Schwerverbrecher Peter Paul Michalski und Michael Heckhoff soll ein zweiter Fluchthelfer im Spiel gewesen sein. Die Polizei ermittle gegen einen Knast-Kumpel, teilte die Staatsanwaltschaft Aachen am Mittwoch mit. Der Freigänger habe den beiden vermutlich das Flucht-Taxi besorgt. Der 35-Jährige war pünktlich zum Ausbruch mit einem Taxi zum Gefängnis zurückgekehrt.

Heckhoff und Michalski legten in dem Fahrzeug die erste Flucht-Etappe nach Kerpen-Buir zurück.

Inzwischen steht fest, dass der Geiselgangster Michael Heckhoff (50) und der Mörder Peter Paul Michalski (46) nicht mehr nach Aachen zurückkommen. Heckhoff soll in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bochum bleiben, über Michalski werde noch entschieden, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller. Michalski hat sich bisher noch nicht zu seiner Flucht geäußert. Eine sofortige Vernehmung nach seiner Festnahme im niederrheinischen Schermbeck wurde nach kurzer Zeit abgebrochen, weil er übermüdet war. Nach den neuen Straftaten hätten Heckhoff und Michalski wohl kaum noch eine Chance, je wieder in Freiheit zu kommen, meinte Deller.

Der mutmaßliche zweite Fluchthelfer ist ein Mithäftling. Er war mit den Schwerverbrechern in einem Gefängnistrakt untergebracht und fuhr nach seinem Freigang im Moment der Flucht mit einem Taxi vor. „Wir gehen davon aus, dass die Ankunft des Taxis just zu diesem Zeitpunkt kein Zufall gewesen sein kann“, sagte Deller.

Zuvor war ein Aachener Vollzugsbeamter als erster Fluchthelfer wohl vorsichtig vorgegangen. Auf einem Video sei er nicht gemeinsam mit den Schwerverbrechern zu sehen. „Er hat wohl gedacht, dass er so mit einem blauen Auge davonkommt“, sagte Deller. Das Düsseldorfer Justizministerium hatte bei der Festnahme des Mannes am Freitag auf ausgewertete Videoaufzeichnungen verwiesen.

Vor seinem Ausbruch aus der JVA Aachen hatte Heckhoff Streit mit der Anstaltsleitung. Heckhoff habe auf mehr als der in Aachen üblichen einen „Ausführung“ im Jahr bestanden, bestätigte das Justizministerium.

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